Mammografie-Screening
Die Mammografie ist momentan die wichtigste Methode, um Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 70 Jahren frühzeitig zu erkennen.
Die Mammografie entdeckt auch kleine Knoten
© KLS
Die Mammografie empfiehlt sich insbesondere für Frauen ab 50 Jahren, da das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zunimmt: 8 von 10 Frauen, die an Brustkrebs erkranken, sind über 50 Jahre alt. Bei jüngeren Frauen vor der Menopause ist das Gewebe der Brust dichter, weshalb es schwieriger ist, Mammografien zu interpretieren und zutreffende Diagnosen zu stellen.
Systematisches Mammografien-Screening
Die Krebsliga empfiehlt und unterstützt die Brustkrebsfrüherkennung durch systematisches Mammografie-Screening. Damit bezeichnet man die mammografische Reihenuntersuchung von Frauen, die nicht an Veränderungen oder Beschwerden der Brüste leiden. Die Untersuchungen werden im Rahmen von Programmen durchgeführt, welche klar definierte Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Kantone, die bereits ein Programm zur Brustkrebs-Früherkennung eingeführt haben, laden alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren jedes zweite Jahr zur Früherkennungs-Mammografie ein. Ziel ist es, eventuelle Veränderungen frühzeitig zu entdecken.
Bis jetzt bestehen Programme in den Kantonen Freiburg, Genf, Graubünden, Jura (inkl. Berner Jura), Neuenburg, St. Gallen, Thurgau, Waadt und Wallis. In den übrigen Kantonen gibt es bis heute keine Programme. In verschiedenen Kantonen sind jedoch politische Prozesse im Gange.
Karte der Mammografie-Screening-Programme in der Schweiz
Die Krankenkasse bezahlt die Screening-Mammografie
Die Kosten der Früherkennungs-Mammografie werden nur im Rahmen eines Programms oder bei einem familiär erhöhten Brustkrebs-Risiko von der Krankenkasse übernommen. In Kantonen ohne Programm erfolgt die Durchführung einer Mammografie in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt.
In den meisten Fällen unauffällig
Von 1000 Mammografien sind 950 unauffällig. Wird auf den Röntgenbildern aber eine verdächtige Veränderung festgestellt, können zusätzliche Untersuchungen gemacht werden:
- Ergänzende Röntgenbilder
- Ultraschall-Untersuchung
- Magnetresonanz-Tomografie (MRI)
- Entnahme und Untersuchung von Gewebe
Je nach Ergebnis werden weitere medizinische Massnahmen eingeleitet.
MRI zur Abklärung und bei Frauen mit stark erhöhtem Risiko
Ein MRI, d.h. eine sogenannte Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gewebestrukturen. Dabei kommen im Unterschied zur Mammografie nicht Röntgenstrahlen, sondern Magnetfelder und Radiowellen zur Anwendung.
Das MRI der Brust kommt in der Brustkrebsfrüherkennung nicht routinemässig zur Anwendung. Es wird gezielt zur Abklärung von auffälligen Mammografie-Befunden sowie zur Früherkennung von Brustkrebs bei jungen Frauen mit einem stark erhöhten Risiko für Brustkrebs eingesetzt.
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