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Elektrosmog

Als Elektrosmog bezeichnet man technisch erzeugte Hoch- und Niederfrequenz-Strahlung.
Als Elektrosmog bezeichnet man technisch erzeugte Hoch- und Niederfrequenz-Strahlung
Als Elektrosmog bezeichnet man technisch erzeugte Hoch- und Niederfrequenz-Strahlung
© KLS
Elektrosmog ist eine umgangssprachliche Sammelbezeichnung für die technisch erzeugte nichtionisierende Strahlung im Frequenzbereich zwischen 0 Hertz und 300 Gigahertz. In der grafischen Übersicht sind die verschiedenen Arten von elektromagnetischer Strahlung nach ihrer jeweiligen Frequenz geordnet.

Gesundheitliche Auswirkungen:

Niederfrequente elektromagnetische Felder

Das Spektrum alltäglicher Quellen von niederfrequenten elektromagnetischen Feldern reicht vom Haarföhn über den Fernseher bis hin zur Bohrmaschine oder dem Bügeleisen. Niederfrequente elektromagnetische Felder werden von der WHO als «möglicherweise kanzerogen» eingestuft. Diese Einstufung basiert auf neusten Untersuchungen und Gesamtauswertungen von früheren Studien, die zu einem übereinstimmenden Schluss kommen. Demnach besteht ab einer – über längere Zeit gemittelten – Magnetfeldbelastung von 0.4µ T möglicherweise ein doppelt so hohes Risiko für Blutkrebs bei Kindern.

Niederfrequente Magnetfelder werden bezüglich ihrer Kanzerogenität nicht höher eingestuft, weil der wissenschaftliche Beweis für eine krebserregende oder -fördernde Wirkung aus Tierversuchen ungenügend belegt und ein biologischer Mechanismus, der eine kanzerogene Wirkung von Magnetfeldern bei diesen schwachen Intensitäten erklären könnte, bisher nicht bekannt ist. Da sich eine gesundheitliche Unbedenklichkeit prinzipiell nicht beweisen lässt, empfiehlt die Krebsliga Schweiz einen zurückhaltenden Umgang mit niederfrequenten elektromagnetischen Feldern.

Empfehlungen:

Für den Grossteil der Belastungen durch Elektrosmog sind die Menschen selbst verantwortlich. Alle können ihre persönliche Belastung mit einfachen Massnahmen reduzieren:
 
  • elektrische Geräte ganz ausschalten und nicht im Standby-Betrieb lassen
  • elektrische Geräte ausstecken
  • keine elektrischen Geräte in der Nähe von bevorzugten Aufenthaltsorten aufstellen
  • Elektrogeräte nicht lange am Körper tragen

Hochfrequente elektromagnetische Felder

Hochfrequente elektromagnetische Felder in unserem Alltag gehen z.B. von Handys, Schnurlostelefonen, W-LAN, Natelantennen, sowie TV- und Radiosendern aus. Die WHO hat bis heute für hochfrequente elektromagnetische Strahlen keine Einstufung bezüglich ihrer Kanzerogenität vorgenommen. Aufgrund der heute bekannten Sachlage ist es unwahrscheinlich, dass diese Felder als gefährlicher beurteilt werden als niederfrequente elektromagnetische Felder.

Bisher konnten in der Mehrheit der aussagekräftigen Studien keine gesicherten Hinweise für ein erhöhtes Krebsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung gefunden werden. Auch hier lässt sich eine gesundheitliche Unbedenklichkeit prinzipiell nicht ausschliessen, weshalb die Krebsliga Schweiz einen zurückhaltenden Umgang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern empfiehlt.

Empfehlungen für Handybesitzer:

Die persönliche Strahlenbelastung durch folgende Massnahmen auf ein Minimum reduzieren:

  • während des Telefonierens eine Freisprecheinrichtung benützen
  • kurze Telefonate führen oder SMS schreiben
  • benutzen Sie wenn immer möglich das Schnurtelefon
Weitere Empfehlungen für immissionsarmes Telefonieren

Zum Herunterladen:
Technische Informationen Frequenz, μT, SAR, GSM, UMTS, Elektrische Feldstärke Faktenblatt
pdf, 16 KB
Das elektromagnetische Spektrum Nichtionisierende und ionisierende Strahlung Faktenblatt
pdf, 360 KB
Empfehlungen für immissionsarmes Telefonieren Die wichtigsten Verhaltensregeln Faktenblatt
pdf, 41 KB
Kommentar Schlussresultate Interphone-Studie Ein Kommentar der Forschungsstiftung Mobilkommunikation und der Krebsliga Schweiz November 2010 Faktenblatt
pdf, 414 KB
Kommentar Zwischenresultate Interphone-Studie Ein Kommentar der Forschungsstiftung Mobilkommunikation und der Krebsliga Schweiz
Januar 2009
Faktenblatt
pdf, 277 KB
Bulletin 21/10 Bundesamt für Gesundheit Faktenblatt
pdf, 160 KB


Links:
BAFU
Niederfrequente Magnetfelder und Krebs (Dokumentation BAFU)
BAG
Bundesamt für Gesundheit
ELMAR
Dokumentationsstelle ELMAR Elektromagnetische Strahlung und Gesundheit
FSM
Forschungsstiftung Mobilkommunikation
Gesunde Umwelt – gesunde Menschen
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz
IARC
International Agency for Research on Cancer
Krebstagung 2009
Elektromagnetische Felder und Gesundheit: zwischen Ängsten und Wissen
Lufthygiene
Lufthygieneamt beider Basel
SAR-Werte
Informationen über die Strahlenbelastung verschiedener Handy-Modelle
WHO
World Health Organisation


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