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Früherkennung von Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die mit Abstand häufigste Krebsart bei Männern in der Schweiz: Jährlich erkranken rund 5600 Männer, fast 1300 sterben daran. Es gibt noch keine Möglichkeiten einer Vorbeugung.
Das Prostatakrebs-Risiko steigt mit dem Alter
Das Prostatakrebs-Risiko steigt mit dem Alter
© KLS
Risikofaktoren
Alter
Prostatakrebs tritt vor allem bei älteren Männern auf: 60% der Betroffenen sind bei der Diagnose über 70 Jahre alt, 40% zwischen 50 und 70 Jahren. Bei unter 50-Jährigen kommt Prostatakrebs kaum vor.

Familiäres Risiko

Wenn Sie nahe Verwandte mit Prostatakrebs haben, ist Ihr eigenes Risiko etwa dreimal höher als bei unbelasteten Männern.
Untersuchungsmethoden zur Früherkennung
Zwei Untersuchungsmethoden kommen bei der Früherkennung von Prostatakrebs zur Anwendung: die digitale rektale Untersuchung und die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut.

Bei der digitalen rektalen Untersuchung wird die Prostata mit dem in den After eingeführten Finger abgetastet. Unregelmässige, harte Knoten können ein Hinweis auf Prostatakrebs sein.

Das PSA (Prostata-spezifische Antigen) ist ein Eiweiss, das in der Prostata gebildet wird und im Blut nachgewiesen werden kann. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf einen Prostatakrebs hinweisen, kommt aber beispielsweise auch bei Entzündungen der Prostata oder bei einer Prostatavergrösserung vor.

Auffällige Resultate bei diesen Untersuchungen sollten weiter abgeklärt werden.
Abwägen bei der Früherkennung
Bei der Früherkennung von Prostatakrebs sollten verschiedene Umstände beachtet werden:

Falsche Untersuchungsbefunde
Kein Test ist perfekt, auch die beiden erwähnten nicht. Ein auffälliger Befund bei der digitalen Untersuchung oder ein erhöhter PSA-Wert können auch andere Ursachen als Prostatakrebs haben. Andererseits können auch «normale» Befunde bei Männern vorkommen, die Krebs haben.

Überdiagnosen und unnötige Belastung
Bei den erwähnten Untersuchungen werden manchmal Tumore entdeckt, die nie Beschwerden bereitet oder nicht zum Tod geführt hätten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Prostatakrebs häufig langsam wächst und oft erst in höherem Alter auftritt. Während die (frühe) Diagnose bei diesen Männern nicht zu einem längeren Überleben führt, können sie dennoch an den Folgen der Diagnose oder der Therapien leiden. Leider kann nicht präzise vorausgesagt werden, ob ein bestimmter Krebs langsam oder schnell wachsen wird.

Fragliche Senkung der Sterblichkeit
Im Moment ist noch nicht klar, ob eine frühe Diagnose von Prostatakrebs dazu beiträgt, dass weniger Männer an Prostatakrebs sterben.
Früherkennung von Prostatakrebs – ja oder nein?
Momentan ist nicht bewiesen, dass die systematischem Früherkennung von Prostatakrebs auch dazu führt, dass weniger Männer an Prostatakrebs sterben. Zur Frage, ob Früherkennungs-Untersuchungen allen Männern einer bestimmten Altersgruppe empfohlen werden sollen oder nicht, existieren deshalb auch unterschiedliche Meinungen.

Diskutieren Sie mit Ihrem Arzt die Vor- und Nachteile der Vorsorgeuntersuchungen, aber auch der möglichen weiteren Massnahmen, falls bei Ihnen ein Prostatakrebs entdeckt werden sollte.

Zum Herunterladen:
Factsheet «Früherkennung von Prostatakrebs» Die wichtigsten Fragen und Antworten
4 Seiten, 2007
Faktenblatt
pdf, 82 KB
Früherkennung
von Prostatakrebs
Eine Information der Krebsliga
24 Seiten, 2008
Broschüre
pdf, 315 KB
Prostatakrebs Eine Information für Betroffene und Angehörige
40 Seiten, 2009
Broschüre
pdf, 1.67 MB

Sie können diese Broschüren auch im Shop bestellen:

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