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Analkrebs

Jährlich erkranken in der Schweiz rund 160 Menschen an Analkrebs (Krebs des Darmausgangs, Analkarzinom), das sind weniger als 1% aller Krebserkrankungen. Drei Viertel aller Betroffenen sind Frauen, ein Viertel Männer. 45% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, weitere 41% 70 Jahre oder älter.
Mastdarm und Darmausgang
Mastdarm und Darmausgang
© KLS
Der Darmausgang hat die Funktion, den im Enddarm gespeicherten Stuhl auszuscheiden. Im Analkanal geht die Darmschleimhaut in die normale Haut über. Dementsprechend kann Analkrebs von verschiedenen Zellarten ausgehen. Etwa zwei Drittel aller Analkrebse entstehen aus Zellen der normalen Haut.
Bei Analbeschwerden zum Arzt
Beschwerden im Analbereich und beim Stuhlgang können erste Anzeichen für Analkrebs sein. Deshalb sollte man Symptome wie Blut im Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang, chronische Verstopfung, Juckreiz im Analbereich oder Auffälligkeiten beim Stuhlgang vom Arzt abklären lassen. In den meisten Fällen haben solche Beschwerden glücklicherweise eine harmlose Ursache, zum Beispiel Hämorrhoiden.
Diagnose und Therapie
Zur Diagnose wird der Arzt den Anus zunächst mit dem Finger abtasten. Anschliessend folgen die Untersuchung mit einem Endoskop und die Entnahme einer Gewebeprobe.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Analkrebs zu behandeln. In wenigen Fällen genügt die operative Entfernung des Tumors. Die meisten Patientinnen und Patienten werden heute aber mit einer Kombination von Strahlen- und Chemotherapie behandelt. Bei etwa 70% aller Patienten ist diese so genannte Radiochemotherapie so wirkungsvoll, dass keine Operation nötig wird und kein künstlicher Darmausgang angelegt werden muss.
Risikofaktor Papillomaviren
Infektionen mit bestimmten Arten von humanen Papillomaviren (HPV), die anale Warzen auslösen, können das Risiko für Analkrebs erhöhen. HPV werden beim Geschlechtsverkehr übertragen.