Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
Eierstockkrebs betrifft in der Schweiz jährlich rund 580 Frauen, das sind knapp 4% aller Krebserkrankungen bei Frauen. Obwohl Eierstockkrebs in höherem Alter gehäuft auftritt, können auch jüngere Frauen daran erkranken: 15% der Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Eierstock und benachbarte Organe
© KLS
In den beiden Eierstöcken der Frau wachsen die Eizellen heran, aus denen bei einer Befruchtung mit dem männlichen Samen ein Kind entsteht. Die Eierstöcke liegen im Unterleib in naher Nachbarschaft zu Eileitern, Gebärmutter, Blase und Darm.
Oft kaum Symptome
Eierstockkrebs bereitet in der Regel während langer Zeit kaum Beschwerden. Deshalb wird der Krebs meistens erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn er im Beckenraum und in der Bauchhöhle schon
Metastasen gebildet hat. Folgende Symptome können auf Eierstockkrebs hinweisen:
o Anschwellen des Bauchs
o Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden
o Aussergewöhnliche Zyklusstörungen
o Blutiger Ausfluss aus der Scheide zwischen den Menstruationen
oder nach den Wechseljahren
Um den Verdacht auf Eierstockkrebs abzuklären, wird zunächst eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Mit
Ultraschall und
Computertomografie lassen sich die Eierstöcke und die umliegenden Organe darstellen. Zur endgültigen Diagnose muss meistens eine Operation (
Laparatomie) vorgenommen werden: Bei diesem Eingriff werden die Bauchorgane genau untersucht und man entnimmt Gewebeproben.
Operation und Chemotherapie
Wenn sich der Krebs noch nicht allzu weit ausgebreitet hat, wird operiert. Dabei müssen der betroffenen Frau beide Eierstöcke, die Eileiter und die Gebärmutter entfernt werden. Dies bedeutet, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen kann. Anschliessend an die Operation folgt fast immer eine Chemotherapie.
Zum Herunterladen:
| Eierstockkrebs |
Ovarialtumoren
Eine Information für Betroffene und Angehörige
48 Seiten, 2011 |
Broschüre pdf, 1.07 MB |
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