Hirntumoren
In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 510 Menschen an bösartigen Hirntumoren. Das sind etwas mehr als 1% aller Krebserkrankungen. Männer sind leicht häufiger betroffen als Frauen. Hirntumoren treten auch bei jüngeren Menschen auf: 30% aller Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Grosshirn, Kleinhirn, Hirnstamm und Hypophyse
© KLS
Im Gehirn und – viel seltener – im Rückenmark können eine ganze Reihe unterschiedlicher Tumoren entstehen. Manche davon sind gutartig, bilden also keine Metastasen, zum Beispiel das Meningeom. Andere Hirntumoren sind bösartig und zerstören das umgebende Hirngewebe. Zu den häufigsten bösartigen Hirntumoren gehören Glioblastome, Astrozytome und Ependymome.
Von Kopfschmerzen bis zu epileptischen Anfällen
Hirntumoren können viele unterschiedliche Symptome auslösen. Welche Beschwerden auftreten, hängt wesentlich von der Art des Tumors und dessen Lage im Gehirn ab. Häufige Symptome von Hirntumoren sind Kopfschmerzen, Erbrechen, epileptische Anfälle, Seh- oder Sprechstörungen, Lähmungen und Veränderungen des Verhaltens und der Persönlichkeit.
Tumor wird operativ entfernt
Zur Diagnose werden die Hirnstrukturen bildlich dargestellt, zum Beispiel mit Computer- oder Magnetresonanztomografie.
Um die Art des Tumors endgültig zu bestimmen, muss eine Gewebeprobe entnommen werden – liegt der
Tumor tief im Innern des Gehirns, ist dazu eine Operation notwendig.
Falls möglich, werden Hirntumoren ganz oder zumindest teilweise operativ entfernt. Dazu muss meistens die Schädeldecke eröffnet werden. Oft ist es schwierig, den gesamten Tumor zu entfernen, ohne dadurch lebenswichtige Gehirnstrukturen zu verletzen. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren sind
Chemotherapie und Bestrahlung.
Hirnmetastasen
Viel häufiger als die eigentlichen Hirntumoren sind Hirnmetastasen, also Ableger von anderen Tumoren im Gehirn. Hirnmetastasen stammen in vielen Fällen von Brust- oder Lungenkrebs oder dem schwarzen Hautkrebs.
up