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Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)

In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 270 Menschen an Kehlkopfkrebs. Männer sind viel häufiger betroffen als Frauen: 86% der Patienten sind Männer, 14% Frauen. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für Kehlkopfkrebs stark an. 58% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 36% sind 70 Jahre oder älter.
Kehlkopf und benachbarte Organe
Kehlkopf und benachbarte Organe
© KLS
Zwischen dem Rachenraum und dem Beginn der Luftröhre befindet sich der Kehlkopf. Dieses knorpelige Organ ist wichtig für die Atmung und verhindert, dass Speisen aus dem Rachen in die Luftröhre gelangen. Die Stimmbänder im Kehlkopf ermöglichen das Sprechen. Kehlkopfkrebs geht meistens von der Schleimhaut aus, die den Kehlkopf überzieht.
Husten und Heiserkeit
Kehlkopfkrebs verursacht meist schon relativ früh Symptome:

o anhaltende Heiserkeit
o chronischer Husten
o Gefühl, sich dauernd räuspern zu müssen
o Atembeschwerden
o Schluckbeschwerden
o Schmerzen, die ins Ohr ausstrahlen

Wenn Husten oder Heiserkeit länger als drei Wochen anhält, sollte dies vom Arzt abgeklärt werden.
Verschiedene Therapien möglich
Bei Verdacht auf Kehlkopfkrebs nimmt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine gründliche Untersuchung vor. Mund, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre werden unter Narkose mit einem Endoskop untersucht, von verdächtigen Stellen werden Gewebeproben entnommen. Die Halsregion lässt sich auch mit Computertomografie oder Magnetresonanztomografie darstellen.
Wird ein Kehlkopfkrebs frühzeitig festgestellt, kann der Kehlkopf trotz Operation meistens erhalten oder der Tumor bestrahlt werden. Ist der Tumor schon fortgeschritten, muss der Kehlkopf teilweise oder ganz entfernt werden. Zusätzlich ist oft eine Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig.

Menschen ohne Kehlkopf atmen nicht mehr durch Mund oder Nase, sondern durch ein Tracheostoma, ein Loch am Hals. Ohne Kehlkopf ist normales Sprechen nicht mehr möglich. Die betroffenen Patienten können aber lernen, mit einer «Ersatzstimme» zu sprechen und sich damit gut verständigen.
Risiko Rauchen
Der wichtigste Risikofaktor für Kehlkopfkrebs ist das Rauchen. Auch der regelmässige Konsum von Alkohol erhöht das Krebsrisiko. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen, die gleichzeitig rauchen und regelmässig Alkohol trinken.


Zum Herunterladen:
Leben ohne Kehlkopf Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
40 Seiten, 2012
Broschüre
pdf, 1.09 MB