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Knochenkrebs

Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 70 Menschen an Knochenkrebs, das sind weniger als 1% aller Krebserkrankungen. Knochenkrebs tritt gehäuft bei Jugendlichen zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auf. 60% aller Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Krebs kann sich auch in Knochen bilden
Krebs kann sich auch in Knochen bilden
© KLS
Es gibt verschiedene Krebsarten, die von den Zellen der Knochen ausgehen (primäre Knochentumoren). Die häufigsten Arten von Knochenkrebs sind das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom.
Schmerzen und Schwellungen
Typische Beschwerden bei Knochenkrebs sind Schmerzen und Schwellungen an der betroffenen Körperstelle. Auch die Beweglichkeit eines Gelenks kann eingeschränkt sein. Wenn der Tumor den Knochen zerstört, treten Knochenbrüche auf. Knochenkrebs kann jede Stelle des Skeletts befallen, die langen Knochen in den Beinen (vor allem in der Knieregion) und die Hüftknochen sind jedoch besonders häufig betroffen.
Diagnose und Therapie
Zur Diagnose von Knochenkrebs wird der verdächtige Abschnitt des Skeletts zunächst mit Hilfe von Röntgenstrahlen, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie dargestellt. Unter örtlicher Betäubung wird etwas Knochengewebe entnommen, damit man den Knochen genau untersuchen kann.
Die Behandlung hängt von der Art des Knochenkrebses ab. In der Regel wird versucht, den Tumor operativ zu entfernen, ohne dass ein Glied oder ein Gelenk amputiert werden muss. Auch Chemo- und Strahlentherapie kommen zum Einsatz.
Knochenmetastasen
Viel häufiger als der eigentliche Knochenkrebs sind Knochenmetastasen (sekundäre Knochentumoren), also Ableger von anderen Tumoren in Knochen. Knochenmetastasen stammen vor allem von Prostata-, Brust-, Lungen- oder Nierenkrebs und siedeln sich häufig in den Rippen, den Hüftknochen oder in der Wirbelsäule an. Sie können sehr starke Schmerzen auslösen und die Stabilität des Skeletts beeinträchtigen. Oft lassen sich die Beschwerden gut behandeln, zum Beispiel mit Bestrahlung oder Medikamenten, die den Knochenabbau hemmen.