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Mundhöhlenkrebs

Jährlich erkranken in der Schweiz rund 1040 Menschen an Krebs der Mundhöhle oder des Rachens. Das macht etwa 3% aller Krebserkrankungen aus. Über zwei Drittel der Patienten sind Männer, ein knappes Drittel Frauen. Mundhöhlenkrebs kann auch jüngere Menschen treffen: 17% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50, 55% zwischen 50 und 70 Jahre alt.
Kehlkopf und benachbarte Organe
Mundhöhle und benachbarte Organe
© KLS
An allen Stellen im Bereich von Mund und Rachen kann sich Krebs entwickeln: an den Lippen, an der Zunge, am Zahnfleisch, in den Wangen, am harten oder weichen Gaumen und am Zungengrund.
Symptom: Geschwüre im Mund
Welche Beschwerden ein Tumor in der Mundhöhle auslöst, hängt unter anderem davon ab, wo er liegt. Krebs der Lippen oder der Mundschleimhaut macht sich als Geschwür bemerkbar, das nicht heilen will. Solche wunden Stellen im Mund sollte man deshalb spätestens nach zwei Wochen vom Arzt oder Zahnarzt abklären lassen. Andere Symptome von Mundhöhlenkrebs sind Schmerzen, Schwellungen, schlechter Mundgeruch oder Schluckbeschwerden. Menschen mit einer Gebissprothese bemerken manchmal, dass ihre Prothese nicht mehr richtig sitzt.
Diagnose und Therapie
Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs nimmt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine gründliche Untersuchung des Mund- und Rachenraums vor. Mund, Rachen, Nasenhöhlen, Kehlkopf und Luftröhre werden mit einem Endoskop untersucht, von verdächtigen Stellen werden Gewebeproben entnommen. Die Gesichts- und Halsorgane lassen sich mit Röntgenbildern, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie darstellen.

Falls der Krebs sich noch nicht zu weit ausgebreitet hat, wird er operativ entfernt. Zusätzlich ist oft eine Strahlentherapie notwendig, entweder vor oder nach der Operation.
Risiko Alkohol und Rauchen
Der regelmässige Konsum von Alkohol – besonders von hochprozentigen Getränken – und das Rauchen erhöhen das Risiko für Mundhöhlenkrebs. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen, die beide Risikofaktoren kombinieren.

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