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Krebsmedaille

Die Krebsmedaille der Krebsliga Schweiz wird verliehen zur Würdigung hervorragender Verdienste auf dem Gebiete der Verhütung, der Früherfassung sowie der Bekämpfung der Krebskrankheiten und ihrer Folgen.
Giorgio Noseda
Giorgio Noseda
© KLS
Die Krebsmedaille 2011 ging an Prof. Dr. med. Giorgio Noseda für seinen ausserordentlichen, jahrzehntelangen Einsatz für die Erforschung und Bekämpfung von Krebs, den er als Präsident der Krebsliga Schweiz und weiteren Krebsbekämpfungsorganisationen geleistet hat.

Giorgio Noseda ist Spezialist für Kardiologie und Innere Medizin. Von 1974 bis 2002 war er Chefarzt des Regionalspitals Beata Vergine in Mendrisio. Danach wirkte er in derselben Position während vier Jahren am Spital Civico in Lugano. Neben seiner Tätigkeit als Arzt galt sein unermüdliches und vielfältiges Engagement der Krebsbekämpfung in der Schweiz. Die Gründung einer Reihe wichtiger Krebsbekämpfungsorganisationen geht insbesondere auf die Initiative des charismatischen Tessiners zurück. Noseda war Präsident der Krebsliga Schweiz (1989–1992), der Stiftung Krebsforschung Schweiz KFS (1990–2006) und von Oncosuisse (1999–2006). Aktuell präsidiert er das Nationale Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung (NICER), das die schweizweite bevölkerungsbezogene Krebsregistrierung koordiniert und unterstützt und die epidemiologische Forschung fördert. Giorgio Noseda erhielt die Krebsmedaille nicht zuletzt auch als Dank für sein überdurchschnittliches Talent bei der Beschaffung von Spendengeldern. Ihm verdankt die Krebsliga Schweiz ihren Sitz an der Effingerstrasse 40 in Bern: das «Haus der Krebsliga».

«Dieser Preis stellt insbesondere eine Würdigung für verschiedene erfolgreiche Projekte dar, die ich in Zusammenarbeit mit vielen anderen realisieren durfte: der Bau des Hauses der Krebsliga, die Gründung von Krebsforschung Schweiz, Oncosuisse und NICER. Diese Anerkennung gibt mir neue Energie und Enthusiasmus, um mich als Präsident von NICER weiterhin für ein flächendeckendes Krebsregister in der Schweiz zu engagieren, das alle an Krebs erkrankten Menschen in der Schweiz erfasst. Zwischen 30–50% der Tumorerkrankungen sind vermeidbar. Deshalb ist es wichtiger denn je, Gesundheitsförderung, Krebsprävention und Früherkennung zu fördern. Und dazu sind genaue epidemiologische Daten unentbehrlich, welche nur NICER als nationales Koordinationszentrum zusammen mit den kantonalen Krebsregistern liefern kann.»
Prof. Dr. med. Giorgio Noseda, Präsident des Nationalen Instituts für Krebsepidemiologie und -registrierung (NICER), Mendrisio

Weitere Informationen:
Nationales Institut für Krebsepidemiologie und -registrierung (NICER)


Krebsmedaille
© KLS
Die Krebsmedaille wurde 1991 vom Bildhauer und Eisenplastiker Bernhard Luginbühl entworfen. Der Künstler aus dem Emmental wählte als Anerkennungs-Symbol einen besiegten, zerschellenden Krebs. Damals prangte auch noch auf dem Logo der Krebsliga Schweiz ein Krebs – stilisiert und rot, weil bereits getötet – aber nach wie vor in relativ konkreter, realistischer Weise dargestellt. Das Zerschellen, Zerstören des Krebses symbolisiert den erfolgreichen Kampf gegen ihn, der hier eine Krankheit symbolisiert. In den Worten des Künstlers: «Ich erinnere mich, es war meine damalige künstlerische Umsetzung der Idee, dass sich eine schreckliche Krankheit auflösen, zum Nichts hin entwickeln möge.»

Zum Herunterladen:
Preisverleihungen 2011 der Krebsliga Schweiz 15.09.2011 Medienmitteilung
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Giorgio Noseda Träger Krebsmedaille 2011 Foto
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Giorgio Noseda, Jakob Passweg Foto
jpg, 1.05 MB
Krebsmedaille Preisträgerinnen und Preisträger seit 1991 pdf, 60 KB

Frühere Preisträgerinnen und Preisträger
2010
Prof. Dr. med. Renato Panizzon für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die Krebsliga in den Bereichen Sonnenschutz, Früherkennung und Prävention von Hautkrebs.

2009

Prof. Dr. med. Thomas Zeltner, ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), für seine bedeutenden Beiträge für eine umfassende Krebsprävention und -bekämpfung.

2008
Prof. Dr. med. Bettina Borisch, MPH, Genf, für ihr langjähriges Engagement als Expertin in der Krebsbekämpfung, insbesondere der Früherkennung und Prävention von Brustkrebs.


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