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Krebspreis

Mit dem Krebspreis der Krebsliga Schweiz werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich mit herausragenden Forschungsarbeiten oder durch die engagierte Förderung wissenschaftlicher Tätigkeiten zur Prävention, Früherkennung sowie Bekämpfung von Krebs ausgezeichnet haben. Die Auszeichnung dient auch als Anerkennung für Verdienste für die Krebsliga Schweiz und ihre Ziele. Der Preis ist mit 10 000 Franken dotiert und wird in der Regel jedes Jahr verliehen.

Friedrich Stiefel gewinnt den Krebspreis 2017

Der mit 10 000 Franken dotierte Krebspreis geht an den Leiter des Dienstes für Konsiliarpsychiatrie am Universitätsspital in Lausanne Prof. Dr. med. Friedrich Stiefel – als Dank für seine wertvollen Beiträge, die er als Initiator und Organisator von Kursen zur Verbesserung der Kommunikationskompetenzen von Onkologinnen und Onkologen geleistet hat. Zudem war Stiefel von 2004 bis 2007 Vizepräsident der Krebsliga Schweiz und von 2007 bis 2016 Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission (WiKo).

Vorteilhafte Auswirkungen von guter Kommunikation

Die Kommunikation ist ein zentrales Element in der Krebsbetreuung. Je besser sie klappt, desto eher nehmen Patientinnen und Patienten ihre Medikamente regelmässig ein und desto genauer befolgen sie die ärztlichen Ratschläge. Eine gute Kommunikation sorgt darüber hinaus aber auch für weniger Stress und grössere Arbeitszufriedenheit bei der Ärzteschaft und beim Pflegepersonal. Um solche vorteilhafte Auswirkungen zu ermöglichen und zu fördern, hat die Krebsliga Schweiz kurz vor der Jahrtausendwende eine Arbeitsgruppe, der Stiefel sowie andere Expertinnen und Experten angehörten, mit der Entwicklung eines Kommunikationskurses beauftragt.

Der Kurs besteht aus einem zweitägigen Block zu Beginn, in dem die Teilnehmenden schwierige Fälle diskutieren und mittels Videoaufnahmen von Gesprächen mit fiktiven Patienten ihr eigenes Kommunikationsverhalten reflektieren. Zum Kurs gehören auch vier bis sechs Supervisionen in den folgenden sechs Monaten sowie ein Abschlusstraining. Eingeführt wurde der Kurs im Jahr 2000, nach erfolgreicher Evaluation erklärte ihn die Fachschaft ab 2005 als obligatorischen Teil der Ausbildung von angehenden Onkologinnen und Onkologen in der Schweiz. Unterdessen haben mehr als 600 Personen den Kurs absolviert, so dass Krebsbetroffene heute im Durchschnitt bessere Gespräche erleben als noch vor 20 Jahren.

An dieser Erfolgsgeschichte ist Stiefel massgeblich beteiligt, weil er nicht nur zur Planung und Gestaltung des Kurses beigetragen hat, sondern auch – etwa mit der Organisation von Konsensuskonferenzen – für den internationalen Austausch und Abgleich gesorgt hat und somit eine breite Verankerung und stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Kommunikationskurse in die Wege geleitet hat. Stiefel und seine Mitarbeitenden haben darüber hinaus die Auswirkungen des Kurses wissenschaftlich erforscht – und dabei auch erstmals die so genannten Abwehrmechanismen der Ärztinnen und Ärzte thematisiert.