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KrebsligaForschungGeförderte ForschungsprojekteAktualitätenDas Gesundheitsverhalten von Krebsüberlebenden

Das Gesundheitsverhalten von Krebsüberlebenden

Im Vergleich mit der Allgemeinheit rauchen Krebsüberlebende weniger, aber sie essen auch weniger Gemüse und Früchte, wie Forschende der Universität Basel in einem von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekt zeigen.

Blutstammzelltransplantationen retten nicht nur das Leben vieler Menschen, sie verändern es auch – und zwar weit über die Dauer des Eingriffs hinaus. Das legen jedenfalls die Resultate einer Befragung von 376 Personen nahe, die mindestens vor einem Jahr und maximal vor 33 Jahren Blutstammzellen eines anderen Menschen erhalten hatten. Auf Fragebogen gaben die Personen, die dank der Transplantation eine Leukämie oder ein Lymphom überlebt haben, Auskunft über verschiedene Aspekte ihres Gesundheitsverhaltens.

Dabei interessierte sich das Forschungsteam um Sabina De Geest vom Institut für Pflegewissenschaften der Universität Basel dafür, ob die Krebsüberlebenden die verschriebenen Medikamente vorschriftsgemäss einnahmen, aber auch, wie intensiv und wie oft sie sich bewegten, oder wie ihr Speisezettel – und ihr Alkoholkonsum – aussieht. Im Vergleich mit Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (und also mit der Einstellung der hiesigen Allgemeinbevölkerung) fällt zweierlei auf. Erstens meiden die Krebsüberlebenden gesundheitsschädigendes Verhalten: Sie rauchen weniger und trinken im Schnitt 1,5 Gläser Alkohol pro Woche. Das ist nur ein Drittel der Menge, die Normalverbraucher in der Schweiz konsumieren.

Zweitens aber tun die Krebsüberlebenden auch weniger für ihre Gesundheit als die Allgemeinbevölkerung: Mehr als doppelt so viele von ihnen sind körperlich inaktiv und nur sehr wenige essen täglich mindestens drei oder mehr Portionen Gemüse und Obst. Als besorgniserregend bezeichnen die Forschenden auch das Resultat, dass zwei Drittel der Personen, die wegen ihrer neuen Blutstammzellen auf immunhemmende Medikamente angewiesen sind, sich nicht an die strikten Weisungen halten und etwa einzelne Dosen mehrere Stunden später oder sogar überhaupt nicht einnehmen.

«Solche Informationen sind klinisch wichtig. Sie könnten in Programme einfliessen, die die Selbstbefähigung der Überlebenden stärken und dereinst der Überwindung der ungünstigen Verhaltensmuster dienen sollen», schreiben die Forschenden in ihrem Fachbeitrag. Denn Erschöpfungszustände stellen zwar ein Hindernis für körperliche Betätigung dar, sie können jedoch durch regelmässige Aktivitäten vermindert werden. Interventionen, die Personen nach einer Stammzelltransplantation zu mehr Bewegung verhelfen, wären auch wichtig, um drohende Folgekomplikationen – wie etwa Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden – zu vermeiden.