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Den Intrigen von Prostatakrebszellen entgegenwirken

Das körpereigene Immunsystem kann einen Tumor in der Prostata entweder bekämpfen – oder aber, es hilft den Krebszellen, sich zu vermehren. Doch diese Hilfestellung lässt sich unterbinden, zeigen Resultate eines von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekts.

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Immer klarer tritt zutage, dass die Tumorentwicklung nicht nur vom Geschehen innerhalb der Krebszellen, sondern auch von den Wechselwirkungen zwischen den Krebszellen und den gesunden Körperzellen in ihrer unmittelbaren Umgebung abhängt. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Abwehrzellen: So genannte Makrophagen können zwar in das Tumorgewebe eindringen, aber sie scheinen dabei oft unter die Kontrolle der Krebszellen zu geraten.

Nun haben Andrea Alimonti und sein Team – mit der Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz – aufgedeckt, welche molekularen Signale die Prostatakrebszellen für ihre Intrige nutzen: Sie sondern einen Botenstoff namens CXCL2 ab. Wenn er von spezifischen CXCR2-Rezeptoren auf der Oberfläche der Makrophagen erkannt wird, verändert sich in der Folge das Verhalten der Abwehrzellen: Sie wechseln quasi als Überläufer die Seite – und sorgen für ein wachstumsfreundliches Klima in der Umgebung des Tumors, indem die Makrophagen etwa Botenstoffe ausschütten, die zur Bildung neuer Blutgefässe und also einer verbesserten Nährstoffversorgung der Krebszellen führen.

Solche abtrünnigen Makrophagen haben die Forschenden um Alimonti bei aggressiven Formen des Prostatakrebses in viel grösserer Zahl nachgewiesen als in langsamer wachsenden Formen. Mehr noch: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben einen Wirkstoff getestet, der sich an die CXCR2-Rezeptoren heften – und so das CXCL2-Signal der Prostatakrebszellen unterdrücken – kann. Die Behandlung verhinderte das Überlaufen der Makrophagen, die ihre Abwehrfunktion aufrechterhalten – und so zur rascheren Alterung und der verminderten Teilungsfähigkeit der Krebszellen beitragen – konnten.

In Versuchen mit Mäusen hat das Team um Alimonti das Wachstum aggressiver Prostatakrebsformen um mehr als die Hälfte drosseln können. Nun spannen sie mit Forschenden aus Irland und Grossbritannien zusammen, um zu untersuchen, ob die Substanz auch bei Menschen wirkt.