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Jahresbericht Krebsliga Schweiz 2018

Bernische Krebsliga

Psychoonkologische Beratung – gefragter und nötiger denn je

Steigende Fallzahlen, kürzere Aufenthaltsdauer und Zeitdruck in den Spitälern sowie individuelle Therapien führen dazu, dass die niederschwellige ambulante psychoonkologische Beratung bei der Bernischen Krebsliga immer stärker nachgefragt wird.

Die Bernische Krebsliga beschäf­tigt drei Sozialarbeitende und zwei Pflegefachpersonen, alle mit der Zusatzausbildung in psycho­onkologischer Beratung. Pro Jahr leisten diese zwischen 4 500 und 5 000 Beratungsstunden in rund 3 000 Gesprächen. Rund 500 Fälle werden in einem regelmässigen Beratungszyklus begleitet. Dazu werden jährlich durch zwei externe Mitarbeitende in acht bis zehn Familien minderjährige Kinder krebskranker Eltern zu Hause begleitet. Dank grosszügigen Spenden und einem Beitrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (Untervertrag mit der Krebsliga Schweiz) können die Beratungen bis heute für alle kostenlos angeboten werden. Die Bernische Krebsliga setzt sich zum Ziel, dass alle Beratungen im Schnitt innerhalb einer Woche nach der ersten Kontaktaufnahme starten. Die Beratungen richten sich nach der Situation der betroffenen Person (lebt die Person alleine oder in einer Partnerschaft; gibt es Personen, die sie unterstützen; Phase der Krebserkrankung etc.). Die Bernische Krebsliga bietet keine Therapien an, sondern versucht die Klientinnen und Klienten in ihrer eigenen Lebens­führungskompetenz zu stärken und die Krankheitsbewältigung zu verbessern. Einzigartig ist, dass die Beratungen sowohl den Betroffenen selber als auch ihren Nahestehenden und weiteren wichtigen Bezugspersonen (Arbeitskolleginnen und -kollegen, Vorgesetzte, Lehrpersonen etc.) offenstehen. Aufgrund der Zunahme von Krebs, der Veränderungen in den Spitälern und der immer komplexeren Lebenssituationen sehen wir uns mit einer zunehmenden Nachfrage nach Beratungen konfrontiert. Dies erforderte in diesem Jahr eine neue Prioritätensetzung innerhalb unserer Liga. So wurde die Beratung und Unterstützung in der schriftlichen Strategie als wichtigster Kernauftrag der Bernischen Krebsliga an erste Stelle gesetzt (neben Forschungsförderung und Vorsorge).

Dr pharm. Christine Aeschlimann Guggisberg, Geschäftsführerin