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Jahresbericht Krebsliga Schweiz 2018

Krebsliga Schaffhausen

Beratung und Unterstützung tagtäglich und rund um die Uhr

Die Krebsliga Schaffhausen möchte für Betroffene und Angehörige eine Stütze sein. Ganz unkompliziert, unbürokratisch und praktisch ist sie mit ihren verschiedenen Angeboten in allen Phasen der Erkrankung aktiv, in der Beratung wie in der Pflege.

Jeden Tag kommen Menschen zur Krebsliga Schaffhausen. So auch eine junge Frau, die an einem gutartigen Hirntumor leidet: «Ich muss 30-mal zur Bestrahlung. Ich besitze weder ein Halbtax noch ein Auto. Wie komme ich dorthin und wie bezahle ich das?» Später erkundigt sie sich, wie man die kreisrunde, kahle Stelle am Hinterkopf kaschieren kann. Auch die Belastung, nicht zu wissen, ob das Wachstum des Tumors gestoppt ist oder ob er sich wieder lebensbedrohend ausweiten wird, ist ein Thema.

Die SEOP (Spitalexterne Onkologiepflege) erhält um 14 Uhr einen Anruf von einer Frau, die ihren Ehemann noch am gleichen Tag aus dem Spital nach Hause nehmen möchte. Der Gesamtzustand des Mannes hat sich so verschlechtert, dass unklar ist, wie lange er noch leben wird. Aber er möchte unter keinen Umständen im Spital sterben. Die SEOP organisiert innert kürzester Zeit alle nötigen Medikamente und Gerätschaften – und hat ihren ersten Einsatz bei der Familie noch am selben Abend.

Ein eritreischer Familienvater mit Lungenkrebs meldet sich zur Beratung und verstirbt nach wenigen Monaten. Der Leichnam wird von Verwandten umgehend im Heimatland bestattet. 

Die Witwe und die drei kleinen Kinder haben den Mann und Vater verloren und jetzt keinen Ort, wo man seiner gedenken kann.

Eine E-Mail erreicht uns im Oktober. Junge Sportlerinnen möchten einen Kuchenverkauf organisieren, um so unsere Arbeit im Kampf gegen Brustkrebs zu unterstützen. Eine ähnliche Idee hatte eine Schreinerei. Auf ganz vielfältige Weise kann unser Verein unterstützt werden und Mitgefühl ausgedrückt werden. Dies hat sich auch beim Filmabend gezeigt. Freiwillige haben Suppen gekocht und Kuchen gebacken. So konnten sich die Besucherinnen und Besucher in schöner Atmosphäre Kurzfilme ansehen, die gespickt waren mit Mut, Hoffnung und einer Prise Humor. Ein Gast schrieb im Anschluss: «Vielen Dank für den gelungenen Abend. Diese Veranstaltung gab bestimmt jedem Betroffenen die Gewissheit, dass man nicht alleine ist mit der schrecklichen Krankheit, deren Ausgang ungewiss ist.»

In diesem Sinne wird die Krebsliga Schaffhausen auch 2019 wieder für die Krebsbetroffenen da sein, sie begleiten und unterstützen.

Sandra Koitka, Geschäftsführerin