krebsliga_aargaukrebsliga_baselkrebsliga_bernkrebsliga_bern_dekrebsliga_bern_frkrebsliga_freiburgkrebsliga_freiburg_dekrebsliga_freiburg_frkrebsliga_genfkrebsliga_glaruskrebsliga_graubuendenkrebsliga_jurakrebsliga_liechtensteinkrebsliga_neuenburgkrebsliga_ostschweizkrebsliga_schaffhausenkrebsliga_schweiz_dekrebsliga_schweiz_fr_einzeiligkrebsliga_schweiz_frkrebsliga_schweiz_itkrebsliga_solothurnkrebsliga_stgallen_appenzellkrebsliga_tessinkrebsliga_thurgaukrebsliga_waadtkrebsliga_wallis_dekrebsliga_wallis_frkrebsliga_zentralschweizkrebsliga_zuerichkrebsliga_zug
Jahresbericht Krebsliga Schweiz 2018

Krebsliga Zentralschweiz

Die Onko-Spitex der Krebsliga Zentralschweiz

Nach gründlicher Evaluation hat die Onko-Spitex der Krebsliga Zentralschweiz ihren Betrieb im Sommer 2018 aufgenommen.

Zweck der Onko-Spitex ist es, komplexe onkologische Patientinnen und Patienten, welche aus dem Spitalaufenthalt in die häusliche Betreuung durch Gemeindespitex und Hausärzte entlassen werden, in der Anfangsphase zu begleiten. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht in der Pflege der Patienten, sondern in der spezialisierten Instruktion der zuständigen Spitex-Pflegenden. So sollen spezielle Pflegeanweisungen für liegende Katheter und Drainagen, aber auch besondere Bedürfnisse der einzelnen Patienten an das nachbetreuende Team weitergegeben werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade in diesen Situationen das System der ambulanten Betreuung nach Spitalaufenthalten versagte, was zu kurzfristigen Wiedereintritten führte. Diese Lücke in der Betreuung soll mit der Onko-Spitex geschlossen werden. Darüber hinaus bleibt die Onko-Spitex aber auch Anlaufstelle für Fragen zu pflegerischen Problemen, die im weiteren Verlauf der Krebserkrankung auftreten können. 

Der Dienst der Onko-Spitex wurde als vorerst einjähriges Projekt aufgenommen und vollumfänglich von der Krebsliga Zentralschweiz finanziert. Im Anschluss daran möchte die Krebsliga Zentralschweiz anhand der gemachten Erfahrungen entscheiden, ob der Dienst definitiv ins Programm aufgenommen wird. Besonders interessieren dabei das Auftragsvolumen, der Personalaufwand und die Kosten. Weiter möchten wir auch wissen, wie der Dienst bei den örtlichen Spitex-Vereinen, den Hausärzten und letztlich auch bei den Krebsbetroffenen aufgenommen wird. 

Der Start des Projekts war unspektakulär und es wurden keine Publikationen zum neuen Dienst verschickt. Lediglich die Hausärzte und die Spitex-Organisationen wurden mit einem Schreiben informiert. Die Erfahrungen aus dem ersten halben Jahr sind durchwegs erfreulich. Von Juni bis November wurden 24 Einsätze gezählt. Bisher gab es keine Beschwerden von Hausärzten. Die Rückmeldungen der Spitex-Pflegefachfrauen waren durchwegs positiv, der Dienst wurde als sehr hilfreich gewertet und es wurde keine Konkurrenz durch die Onko-Spitex befürchtet. Ganz besonders gefreut haben uns zahlreiche positive Rückmeldungen von Krebsbetroffenen, um die es ja hauptsächlich geht.

Dr med. Roland Sperb, Präsident