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Radon

Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs in der Schweiz und fordert jährlich rund 200 bis 300 Todesopfer.

Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas. Es entsteht beim Zerfall von Uran im Erdreich. Radon und seine Zerfallsprodukte geben strahlen ab. Werden die Zerfallsprodukte eingeatmet, lagern sie sich in der Lunge ab und bestrahlen das Gewebe. Das kann zu Lungenkrebs führen. Radon kann vom Boden her in die Häuser gelangen. Mit baulichen Massnahmen lässt sich die Belastung erheblich senken. 

Die Schweiz ist unterschiedlich stark mit Radon belastet. Höhere Radonkonzentrationen treten vor allem in den Alpen und im Jura auf sowie vereinzelt im Mittelland. Das Bundesamt für Gesundheit BAG bietet eine Interaktive Radonkarte an, auf der das Radonrisiko für jede Gemeinde in der Schweiz ermittelt werden kann. Diese Karte kann einen Anhaltspunkt geben, ob mit erhöhten Radonkonzentrationen in der Raumluft gerechnet werden muss. Aus der Karte allein kann jedoch nicht auf die Konzentration im Innenraum geschlossen werden, da diese auch von gebäudespezifischen Faktoren abhängt. Klarheit schaffen kann nur eine Messung.

Der Bundesrat hat 2011 den neuen nationalen Aktionsplan zum Schutz vor Radon in Wohn- und Aufenthaltsräumen verabschiedet (Radonaktionsplan 2012-2020). Darin sind die Schwerpunkte festgelegt, damit die Schweiz ihre Strategie an die neuen internationalen Normen anpassen kann. 

Die Krebsliga organisierte 2014 eine Krebstagung zum Thema Radon mit dem Ziel, Fachleute für Radon zu sensibilisieren.   

Bibliographie :

Darby S. et al. : Radon in homes and risk of lung cancer: collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies. BMJ 2005; 330: 223 (doi:10.1136/bmj.38308.477650.63).