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Geheilt, aber nicht gesund – Die Bedürfnisse von Brustkrebsüberlebenden

Ein Forschungsteam aus Genf hat den Kampf gegen die Krankheit bis zur Rückkehr zum normalen Leben dokumentiert und wichtige Erkenntnisse über Stress und Anpassung bei Überlebenden von Brustkrebs gefunden. Mit der von der Krebsliga unterstützten Studie soll jenen Frauen geholfen werden, die zwar von der Krankheit geheilt sind, die aber auch Jahre später noch unter deren Folgen leiden.

Prof. Nicolas Favez, Université de Genève

Die Diagnose Brustkrebs macht Angst und ist eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Wie Betroffene mit dieser Belastung und dem dadurch ausgelösten Stress umgehen, ist entscheidend. Studien haben gezeigt, dass eine ungenügende Stressbewältigung zu Depressionen oder Angstzuständen führen und möglicherweise sogar den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann. Die meisten Studien zu diesem Thema konzentrieren sich auf die Zeit während der Operation und die nachfolgenden Monate während der Krebsbehandlung. Doch wie geht es Brustkrebsüberlebenden Jahre nach der Diagnose, wenn sie offiziell als geheilt gelten? Hinweise deuten darauf hin, dass sich der erlebte Stress noch mehrere Jahre nach der Erkrankung negativ auf die Lebensqualität und die Gesundheit auswirken kann.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund um Prof. Nicolas Favez wollten es genauer wissen. Sie untersuchten die Lebensqualität, das emotionale Funktionieren und die Bedürfnisse von Brustkrebsüberlebenden. Dazu befragte das Forschungsteam Frauen, die bereits an einer ersten Phase der Studie teilgenommen hatten und sich vor fünf bis sieben Jahren einer Brustoperation unterziehen mussten. Sie erforschten, wie diese Frauen nach Abschluss der Behandlung zurechtkamen. Die Ergebnisse zeigen, dass es der Mehrheit der Frauen zwar gut geht, gewisse Bedürfnisse aber bestehen bleiben: Einige Frauen berichten von einer Last, die nach wie vor gross ist und es werden mehrere Schwierigkeiten genannt, wie z.B. Probleme mit dem Körperbild, Angst vor dem Wiederauftreten der Krankheit, der Eindruck, im Stich gelassen zu werden nach der intensiven Betreuung durch das medizinische Team während der Behandlung, oder die Schwierigkeit, in Beruf und Familie zu einem normalen Leben zurückzukehren. Dieses Wissen kann nun helfen, spezifische und massgeschneiderte Interventionen für Brustkrebsüberlebende zu entwerfen und die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.