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Luftschadstoffe

Die Luftqualität in der Schweiz verbessert sich seit Mitte der Achtzigerjahre kontinuierlich. Allerdings werden die Grenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ozon, Stickoxide und Ammoniak noch immer regelmässig überschritten. Sie bleiben damit ein Gesundheits- und Umweltrisiko. Einige Luftschadstoffe können Krebserkrankungen begünstigen. Die Krebsliga empfiehlt, sich regelmässig über die aktuelle Schadstoffbelastung zu informieren und physische Aktivitäten entsprechend anzupassen.

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Forum Umwelt und Krebs

Am 24. November 2020 findet das Forum Umwelt und Krebs in der Eventfabrik Bern statt und lanciert einen Dialog an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Grundlagen, Bedürfnissen und Möglichkeiten einer nutzbringenden umweltbewussten Krebsprävention.
Weitere Informationen und Anmeldung
Infografik Feinstaub

Feinstaub ist ein komplexes Gemisch aus kleinsten festen oder flüssigen Staubteilchen. Je kleiner diese Schwebeteilchen sind, desto tiefer können sie in die Lunge, oder sogar in den Blutkreislauf gelangen. Der Feinstaub besteht aus einer Vielzahl chemischer Verbindungen, einige davon haben eine krebserregende Wirkung. Die Krebsliga empfiehlt, bei hoher Feinstaubbelastung ausgiebige körperliche Aktivitäten im Freien möglichst zu vermeiden.

Infografik flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) umfassen gas- und dampfförmige Kohlenstoffverbindungen in der Luft. Dazu gehören Stoffe wie Benzol, Aldehyde und Alkohole. Meist sind einzelne VOC nur in sehr geringen Konzentrationen in der Luft enthalten. Einige der Stoffe haben aber ein krebserregendes Potential und müssen deshalb durch gesundes Bauen und ausreichenden Luftwechsel minimiert werden. Die Krebsliga empfiehlt, insbesondere auch in Innenräumen, auf eine gute Luftqualität zu achten.

Benzol zählt zu den krebserregenden Luftschadstoffen und ist mitunter im Benzin enthalten. Weil es in höheren Konzentrationen die Augen, Atemwege und das Zentralnervensystem beeinträchtigen kann, ist Benzol in der Schweiz für industrielle Zwecke verboten. Als Produkt aus Verbrennungsprozessen, sowie der Verdunstung von Brenn- und Treibstoffen, gelangt Benzol aber noch immer in die Luft. Die Krebsliga empfiehlt im Umgang mit Benzin äusserste Vorsicht walten zu lassen und für den Betrieb von Kleingeräten ausschliesslich Gerätebenzin zu verwenden.

Infografik Innenraumschadstoffe

Innenraumschadstoffe haben verschiedene Quellen. Dazu zählen beispielsweise Möbel und Baumaterialien. In geschlossenen Räumen können sich freigesetzte Schadstoffe anreichern und höhere Konzentrationen als in der Aussenluft erreichen. Mögliche Folgen sind Geruchsbelästigungen, aber auch die Begünstigung von ernsthaften Erkrankungen. Einige Innenraumschadstoffe, beispielsweise gewisse flüchtige organische Verbindungen, können krebserregend sein. Die Krebsliga empfiehlt, in Innenräumen durch regelmässiges Lüften für genügend Frischluftzufuhr zu sorgen.

Holzfeuerungen sind beliebt. Allerdings setzen falsch entfachte Feuer mit dem Rauch Feinstaub und andere Schadstoffe frei. Diese können zu Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs führen. Die Krebsliga empfiehlt deshalb, das Feuer wie eine Kerze von oben nach unten abzubrennen. Dadurch strömen die gesundheitsschädigenden Gase durch die Flammen und verbrennen fast vollständig.

Einige Luftschadstoffe sind krebserregend oder können die Bildung von krebserregenden Luftschadstoffen begünstigen. Dazu gehören beispielsweise Feinstaub, Benzol und einzelne flüchtige organische Verbindungen (VOC). Diese Schadstoffe sind Teil des gesamten Schadstoffgemisches in der Luft. All diese Schadstoffe haben gemein, dass sie schädlich für Mensch und/oder Umwelt sind. Kurzfristig können entsprechende Stoffe beispielsweise die Schleimhäute reizen oder bestehende Beschwerden wie Asthma verstärken. Längerfristig kann das Einatmen solcher Schadstoffe Atemorgane schädigen und das Herz-Kreislaufsystem beeinträchtigen.

Luftschadstoffe verbreiten sich über die Luft und können grundsätzlich überall auftreten. Ein Kontakt ist deshalb sowohl in der Innen- wie auch in der Aussenluft möglich. Die Konzentration eines Luftschadstoffes ist aber meist in der Nähe der entsprechenden Schadstoffquelle am höchsten. So ist die Feinstaubkonzentration entlang vielbefahrener Strassen und in Städten besonders hoch. Viele Luftschadstoffe zeigen zudem eine Saisonalität über das Jahr hinweg, da ihre Konzentration z.B. von den allgemeinen Wetterbedingungen und/oder verschiedenen Aktivitäten (Heizsaison, landwirtschaftlichen Tätigkeiten, …) abhängt.

Viele Luftschadstoffe (z.B. Feinstaub) sind zeitlich und räumlich relativ homogen verteilt. Die Prävention vor gesundheitlichen Auswirkungen durch Luftschadstoffe muss deshalb in erster Linie bei der Reduktion von Luftschadstoffen an der Quelle ansetzen. Hierfür sind insbesondere entsprechend rechtliche Rahmenbedingungen wichtig. Gleichzeitig kann aber auch jeder und jede einen Beitrag zur Reduktion von Luftschadstoffen leisten, beispielsweise in dem er/sie wenn immer möglich auf den motorisierten Individualverkehr mit Verbrennungsmotor verzichtet. Zudem kann man sich mit den folgenden Massnahmen in bestimmten Situationen besser vor Luftschadstoffen schützen:

  • Prüfen der allgemeinen Luftqualität (z.B. MeteoSwiss oder airCHeck App) vor erhöhten körperlichen Tätigkeiten (z.B. Sport).
  • Lüften Sie Innenräumen regelmässig und führen Sie allenfalls Luftschadstoffmessungen durch.