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Weitere Schadstoffe

Neben Umweltfaktoren wie beispielsweise Luftschadstoffen oder Strahlung gibt es viele weitere Schadstoffe, die potentiell oder tatsächlich gesundheitsschädlich sein können. Viele dieser weiteren Schadstoffe wie Schwermetalle und Dioxine werden über Nahrungsmittel und Konsumprodukte wie Kosmetika aufgenommen. Einige dieser Schadstoffe sind krebserregend, lassen sich aber in der Herstellung nicht immer vollständig vermeiden. Die Krebsliga empfiehlt, auf eine ausgewogene Ernährung und eine vielfältige Produktenutzung zu achten, um das Risiko durch höher belastete Produkte zu reduzieren.

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Forum Umwelt und Krebs

Am 24. November 2020 findet das Forum Umwelt und Krebs in der Eventfabrik Bern statt und lanciert einen Dialog an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Grundlagen, Bedürfnissen und Möglichkeiten einer nutzbringenden umweltbewussten Krebsprävention.
Weitere Informationen und Anmeldung
Infografik Schwermetalle

Metalle mit hoher Dichte werden umgangssprachlich als Schwermetalle bezeichnet. Viele dieser Metalle sind für den Menschen als Spurenelemente lebensnotwendig, beispielsweise Chrom, Kupfer und Zink. In grösseren Mengen können sie aber auch gesundheitsschädlich sein. Einige der Metalle, wie Arsen und Cadmium, sind zudem krebserregend. Schwermetalle werden hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Die Krebsliga empfiehlt, auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten.

Dioxine sind giftige Stoffe, die in der Umwelt nur schwer abbaubar sind. Sie entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei verschiedenen Verbrennungsprozessen und gelangen so in die Luft. Dioxine könne über weite Strecken transportiert werden, bevor sie sich auf dem Boden ablagern. Über die Nahrungskette reichern sie sich vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln an. So gelangen Dioxine auch in den menschlichen Körper und können die Gesundheit gefährden. Gewisse Dioxine sind als krebserregend eingestuft. Die Krebsliga empfiehlt, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um das Dioxinrisiko durch höher belastete Produkte zu reduzieren.

Es gibt eine Vielzahl von weiteren Schadstoffen (z.B. verschiedene Schwermetalle, Dioxine, …) bei welchen der Verdacht oder sogar die Gewissheit besteht, dass sie Krebserkrankungen begünstigen können. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) klassiert beispielsweise 120 Stoffe/Faktoren als erwiesenermassen krebserregend ein (Gruppe 1, Stand März 2020). Diese Faktoren haben somit das Potential einen Schaden zu verursachen (Gefahr). Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schaden im Alltag tatsächlich eintritt (Risiko), hängt aber von verschiedensten Faktoren, beispielsweise von der Konzentration in der Umgebung und der Kontaktzeit mit dem Stoff, ab.

Kontaktmöglichkeiten mit Schadstoffen gibt es im Alltag fast überall. Der Kontakt damit lässt sich somit nicht vollends vermeiden. Für krebserregende Stoffe sind meist keine Grenzwerte definiert, da es keine Grenze gibt, unter der mit Sicherheit keine gesundheitliche Gefahr mehr besteht. Für solche Stoffe gilt deshalb das Minimierungsgebot, d.h. die Gefahr von solchen Stoffen muss minimiert werden. Eine vollständige Vermeidung solcher Schadstoffe in der Umwelt ist aber nicht immer möglich. Gründe dafür gibt es viele, beispielsweise:

  • Ein Stoff kommt natürlicherweise in der Umwelt vor (z.B. Radon)
  • Ein Stoff hat sich trotz Verbot in der Umwelt zwischenzeitlich noch nicht vollständig abgebaut oder baut sich nicht von selbst ab (z.B. Asbest)
  • Ein Stoff entsteht in geringsten Mengen als unbeabsichtigtes Nebenprodukt in industriellen Prozessen (z.B. verschiedene Dioxine)

Zusätzlich gibt es natürlich auch Stoffe, welche bisher als möglicherweise oder wahrscheinlich krebserregend eingestuft werden, und aufgrund neuer Erkenntnisse in Zukunft möglicherweise als erwiesenermassen krebserregend eingestuft werden müssen.

Auch wenn es im Alltag überall potentiellen Kontakt mit Schadstoffen gibt: das Risiko deshalb an Krebs zu erkranken ist in den meisten Fällen und bei den meisten Schadstoffen glücklicherweise verschwindend klein.

Weil viele dieser zusätzlichen Schadstoffe meist in sehr geringen Dosen fast überall vorkommen können, ist es schwierig, sich effektiv davor zu schützen. Im Sinne des Vorsorgeprinzips macht es aber Sinn, den möglichen Kontakt mit entsprechenden Schadstoffen soweit möglich zu reduzieren. Dies kann beispielsweise bedeuten:

  • Auf ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten, um die Einnahme von belasteten Lebensmitteln zu reduzieren (z.B. Dioxine)
  • Auf verschiedene Inhaltsstoffe bei Kosmetika achten und allenfalls Alternativprodukte prüfen (z.B. endokrine Disruptoren)