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KrebsligaMedienMedienmitteilungenVerleihung des 14. SWISS BRIDGE Award for cancer research: 500 000 Franken für herausragende Forschungsprojekte zur Immuntherapie in der Onkologie

Verleihung des 14. SWISS BRIDGE Award for cancer research: 500 000 Franken für herausragende Forschungsprojekte zur Immuntherapie in der Onkologie

Zürich, 30. Oktober 2014 – SWISS BRIDGE hat entschieden, dieses Jahr Forschungsprojekte zum Thema Immuntherapie in der Onkologie zu unterstützen. Ausgezeichnet für ihre hervorragenden Projekte in diesem Bereich werden die Wissenschaftlerin Professorin Laurence Zitvogel von Gustave Roussy in Frankreich und der Wissenschaftler Professor Adrian Ochsenbein vom Inselspital in der Schweiz.

Die beiden Forschenden teilen sich den mit 500 000 Franken dotierten SWISS BRIDGE Award, der zum 14. Mal vergeben wird. Ihre Forschungsprojekte aus dem vielversprechenden Forschungsbereich der Immuntherapie haben die Jury durch ihre Relevanz und ihre Qualität überzeugt. Überreicht wird der SWISS BRIDGE Award 2014 heute Abend in Zürich durch den Präsidenten der Jury, Professor Gordon McVie vom Europäischen Institut für Onkologie in Mailand.

Von der Bedeutung der Darmflora

Laurence Zitvogel von Gustave Roussy in Paris untersucht, welchen Einfluss die Darmflora auf die Immuntherapie hat. Die Wissenschaftlerin hat bereits einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Krebs geleistet, indem sie aufgezeigte, dass die Darmflora einen massgeblichen Einfluss auf bestimmte Chemotherapien haben kann. Nun will sie untersuchen, wie die Darmflora die Reaktion auf die neuen Immuntherapien beeinflusst. Gestützt auf ihre jüngsten Arbeiten stellt sich die Hypothese auf, dass bestimmte Arten von Bakterien die Wirkung der Behandlung verstärken, andere sie hingegen schwächen können. Mit diesem Preis will SWISS BRIDGE ein äusserst vielversprechendes Projekt fördern, das im Kampf gegen Krebs einen wesentlichen Beitrag zu leisten scheint.

Stammzellen verstehen, um sie besser zerstören zu können

Adrian Ochsenbein vom Inselspital Bern befasst sich mit den Krebsstammzellen. Diese besonderen Zellen weisen gegenüber Behandlungen eine grössere Resistenz auf als andere Zellen: Sie können sich unendlich teilen und so das Wachstum des Tumors aufrechterhalten. Daher nimmt man an, dass diese Zellen, weil sie nicht auf die Behandlung ansprechen, für die Rückfälle und die Proliferation der Tumore verantwortlich sind. Die Stammzellen benötigen jedoch eine günstige Mikroumgebung, damit sie wachsen können. Eine grundlegendes Element dieser Umgebung sind die Zellen des Immunsystems. Das Verständnis darüber, wie Stammzellen funktionieren und wie sie mit dem Immunsystem interagieren, würde ermöglichen, sie besser zerstören zu können. Bei bestimmten Krebsarten ist dies der einzige Weg, um sie vollständig zu eliminieren.

Die Immuntherapie, eine neue vielversprechende Therapie
SWISS BRIDGE hat beschlossen, 2014 Forschungsprojekte auszuzeichnen, die sich mit der Immuntherapie befassen, einer neuen aussichtsreichen Therapieform, die jedoch noch besser erforscht werden muss. Unter Immuntherapie versteht man die Behandlung einer Krankheit – in diesem Fall Krebs – durch die Gabe von Stoffen, die eine Immunantwort auslösen, stimulieren oder unterdrücken. Die Krebszellen verfügen über raffinierte Strategien, um der Wachsamkeit unseres Immunsystems zu entgehen. Dank Forschungsfortschritten stehen heute jedoch Medikamente zur Verfügung, die diese Strategien zunichtemachen und es unserem Körper ermöglichen, die Krebszellen zu eliminieren. Diese Fortschritte eröffnen neue Wege in der Krebsbehandlung.

Insgesamt 45 Projektskizzen wurden der Jury, die sich aus einem internationalen Expertengremium zusammensetzt, eingereicht. Die acht besten wurden in die zweite Runde eingeladen, für die ein ausführlicheres Projekt vorgelegt werden musste. Der Bereich Forschungsförderung der Krebsliga Schweiz war erneut zuständig für die Ausschreibung und die Projektevaluation.

Der SWISS BRIDGE Award for Cancer Research,der mit 500 000Franken dotiert ist, wird dieses Jahr bereits zum 14. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Forschungsprojekte, die von einer Jury aus international renommierten Wissenschaftlern ausgesucht werden. Die Stiftung SWISS BRIDGE wurde im Jahr 1997 auf Initiative des ehemaligen Geschäftsleiters und heutigen Stiftungsratmitglieds Thomas Hoepli mit Unterstützung der Krebsliga Schweiz gegründet. Ihr Ziel ist es,mit Hilfe von privaten Spendern und Stiftungen qualitativ hochstehende in- und ausländische Forschungsprojekte im Kampf gegen Krebs finanziell zu unterstützen. Seit der Gründung der Stiftung konnte SWISS BRIDGE über 25 Millionen Franken für Forschungsarbeiten in Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Israel, Italien, Norwegen, Schweden, Spanien und der Schweiz vergeben.

 

Kontaktpersonen für Auskünfte:

Informationen über die Stiftung

SWISS BRIDGE:
Thomas Hoepli, Direktor
SWISS BRIDGE Foundation
Tel. +41 43 317 13 60
info@swissbridge.ch
www.swissbridge.ch

Informationen zu den Forschungsprojekten:

Dr. rer. nat. Rolf Marti
Leiter Forschungsförderung
Tel. +41 31 389 91 45
rolf.marti@swisscancer.ch
www.swisscancer.ch