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KrebsligaMedienMedienmitteilungenEine halbe Million Franken für zwei Forschungsprojekte über Krebsstammzellen

Eine halbe Million Franken für zwei Forschungsprojekte über Krebsstammzellen

Zürich, 3. November 2015 – Der diesjährige Swiss-Bridge-Award geht an Andreas Trumpp vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und an Joerg Huelsken von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne. Die beiden Wissenschaftler teilen sich den mit 500 000 Franken dotierten Preis hälftig.

Die Stiftung Swiss Bridge hat ihren Preis in diesem Jahr Arbeiten zum Thema Krebsstammzellen gewidmet. Stammzellen können sich dauernd selbst erneuern und sind widerstandsfähiger als andere Zellen. Deshalb gewinnen sie in der Krebsforschung zunehmend an Bedeutung: Sie werden oft für das Wiederauftreten eines Tumors, die Metastasierung und das Scheitern von Therapien verantwortlich gemacht.
Insgesamt 45 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich mit Projektvorschlägen um die 15. Ausgabe des Swiss Bridge Awards beworben. Eine mit internationalen Experten besetzte neunköpfige Jury hat sich in einem zweistufigen Evaluationsverfahren schliesslich für je ein vielversprechendes Forschungsvorhaben aus Deutschland und aus der Schweiz entschieden. Der Preis wird heute Mittag feierlich vergeben.

Metastasenbildende Zellen im Blut

Das Team um Andreas Trumpp, Leiter der Abteilung «Stammzellen und Krebs» des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, hat kürzlich im Blut von Brustkrebspatientinnen Zellen ausgemacht, die von sich aus neue Ableger – oder Metastasen – bilden können. In seinem neuen, soeben mit 250 000 Franken finanzierten Projekt möchte er die im Blut zirkulierenden Tumorzellen so umfassend wie möglich charakterisieren, um herauszufinden, was eine gewöhnliche zirkulierende Tumorzelle von einer metastasenbildenden Stammzelle unterscheidet. Diese Einsichten könnten nicht nur die Grundlage für neue und bessere Diagnosemethoden liefern, sondern auch Schwachstellen dieser Stammzellen aufzeigen. Solche möglichen Angriffspunkte könnten inskünftig vielleicht sogar helfen, die Bildung tödlicher Metastasen im Keim zu ersticken.

Immunsuppressive Eigenschaften

Das Team um Joerg Huelsken von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne hat kürzlich gezeigt, dass Krebsstammzellen nicht nur resistenter sind gegen Chemo- und Strahlentherapien als andere Krebszellen, sondern dass sie zudem bei der Regulation des körpereigenen Abwehrsystems eine entscheidende Rolle spielen. Das Immunsystem wäre eigentlich in der Lage entartete Krebszellen zu erkennen und abzutöten, doch die Krebsstammzellen entgleiten dieser Kontrolle. Offenbar gelingt es ihnen, das Immunsystem zu umgehen. Im neuen, ebenfalls mit 250 000 Franken geförderten Projekt möchte Hülsken diese immunsuppressiven Eigenschaften der Krebsstammzellen entschlüsseln. Gelingt dies, könnten die Resultate dazu beitragen, der neu aufkommenden Immuntherapie noch mächtigere Mittel in die Hand zu geben.
Die Stiftung Swiss Bridge wurde im Jahr 1997 auf Initiative des ehemaligen Geschäftsleiters und heutigen Stiftungsratmitglieds Thomas Hoepli mit Unterstützung der Krebsliga Schweiz gegründet. Ihr Ziel ist es, mit Hilfe von privaten Spendern und Stiftungen qualitativ hochstehende Forschungsprojekte im Kampf gegen Krebs finanziell zu unterstützen. Seit der Gründung der Stiftung konnte Swiss Bridge über 25 Millionen Franken für Forschungsarbeiten in Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Israel, Italien, Norwegen, Schweden, Spanien und der Schweiz vergeben.

Kontaktpersonen für Auskünfte:

Informationen über die Stiftung
Thomas Hoepli
Direktor
SWISS BRIDGE Foundation
Tel. +41 (0)43 317 13 60
info@swissbridge.ch
www.swissbridge.ch

Informationen zu den Forschungsprojekten:

Dr. Rolf Marti
Leiter Forschung, Innovation & Entwicklung
Krebsliga Schweiz
Tel. +41 (0)31 389 91 45
rolf.marti@swisscancer.ch
www.swisscancer.ch