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KrebsligaMedienMedienmitteilungenWelttag ohne Tabak: Weniger Werbung für Tabakprodukte

Welttag ohne Tabak: Weniger Werbung für Tabakprodukte

Am Welttag ohne Tabak vom 31. Mai setzt sich die Weltgesundheitsorganisation für mehr Tabakprävention ein. In sehr vielen Ländern gewinnen umfassende Werbeverbote an Boden. Nur in der Schweiz haben die Interessen der Tabakkonzerne oft noch Vorrang vor der öffentlichen Gesundheit.

Die Weltgesundheitsorganisation hat dieses Jahr den Welttag ohne Tabak unter das Motto «neutrale Verkaufspackungen für Tabakwaren» gestellt. Die Wahl des Mottos zeigt, dass simple Verbote für Plakat- und Printwerbung, Verkaufsförderung und Sponsoring von Tabakprodukten in den meisten Ländern bereits eingeführt und folglich kein Thema mehr sind. In der Schweiz ist dies nicht der Fall. Sie läuft Gefahr, den Anschluss an eine zeitgemässe Gesetzgebung zu verlieren.

Am 9. Juni beginnt im Ständerat die Debatte über den Entwurf des Bundesrates für das Tabakproduktegesetz. Deshalb übergibt die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz heute den Mitgliedern des Ständerates Exemplare des Lifestyle-Magazins «Friday». Darin wurde die Tabakwerbung extra markiert. So sehen die Ratsmitglieder, wie in der Schweiz die Tabakwerbung sich direkt an Jugendliche richtet.

Entweder lassen sich die Mitglieder des Ständerates auf eine offene Debatte über das neue Tabakproduktegesetz ein. Oder sie folgen dem Antrag einer knappen Mehrheit der vorbereitenden Kommission und weisen das Gesetz an den Bundesrat zurück. Doch die Fakten sprechen für mehr Werbeeinschränkungen, erklärt die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Denn Kinder und Jugendliche sind täglich gezielter Werbung für das Suchtmittel Nikotin ausgesetzt.

Während eines Wochenendtages mit Abendausgang werden Jugendliche mit durchschnittlich 68 tabakfreundlichen Reizen konfrontiert. Dies belegt die Studie zur Beobachtung der Marktetingstrategien für Tabakprodukte in der französischen Schweiz. 39 Prozent der Verkaufsstellen platzieren Tabakwaren oder Tabakwerbung neben Süssigkeiten oder Kaugummis. 84 Prozent der Bars, Kneipen und Discos werben für Tabakwaren.

Mit dem Tabakproduktegesetz hat es der Ständerat in der Hand, den Interessen der Tabakkonzerne einen Riegel zu schieben. Eine weitere Förderung der Tabakwerbung hingegen schadet der Schweiz. 9500 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen des Tabakkonsums. Das Rauchen kostet unsere Gesellschaft jährlich rund 10 Milliarden Franken.

Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz ist eine Initiative von Krebsliga Schweiz, Lungenliga Schweiz, Schweizerische Herzstiftung, Sucht Schweiz und Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. Bis heute haben sich über hundert Organisationen der Allianz angeschlossen.

Brief an den Ständerat

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention:

Thomas Beutler, wissenschaftlicher Mitarbeiter, +41 31 599 10 20, info@at-schweiz.ch

Krebsliga Schweiz:
Flavia Nicolai, Leiterin Medienstelle, +41 31 389 94 13, flavia.nicolai@krebsliga.ch

Lungenliga Schweiz:
Elena Strozzi, Bereichsleiterin Politik und Prävention, +41 79 555 33 79, e.strozzi@lung.ch

Sucht Schweiz:
Markus Meury, Mediensprecher, +41 79 309 13 23, mmeury@suchtschweiz.ch