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KrebsligaMedienPositionenMedien

Positionen

Frauen und Männer ab 50, sollen einen einfachen Zugang zu qualitätskontrollierter Darmkrebsvorsorge im Rahmen von organisierten Programmen erhalten. Wo dies nicht möglich ist, soll der Zugang über Anbieter opportunistischer Untersuchungen erfolgen, welche gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Die Grundsätze der Krebsliga und deren Partnern in der Zusammenarbeit und den Anforderungen an die Früherkennungsuntersuchungen wurden in einer interprofessionellen Charta festgehalten.

Handlungsempfehlung:

Die Krebsliga empfiehlt die Darmkrebsfrüherkennung für Frauen und Männer ab 50 Jahren. Informieren Sie sich zum Thema und besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin oder Apotheker / Apothekerin. Die wichtigsten Untersuchungsmethoden sind der «Blut-im-Stuhl-Test» und die Darmspiegelung.

Personen, die ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben (Darmkrebs oder Darmpolypen bei den Eltern oder Geschwistern, früheres Auftreten von Darmpolypen, chronisch entzündliche Darmerkrankung – z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa), sollten mit ihrem Arzt / ihrer Ärztin besprechen, ab welchem Alter bei ihnen eine Untersuchung ratsam ist.

Einen Schutz vor Darmkrebs gibt es leider nicht. Ein gesunder Lebensstil kann aber das Risiko einer Darmkrebserkrankung senken:

Früherkennung von Prostatakrebs heisst, dass man Männer untersucht, die keine Krankheitssymptome haben. Ziel dieser Untersuchung ist es, den Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken, so dass er noch auf die Prostata beschränkt ist und besser behandelbar ist.
Zur Früherkennung werden zwei verschiedene Untersuchungsmethoden angewendet: die digitale rektale Untersuchung und die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut. Die Früherkennung ist unter Fachpersonen umstritten.

Handlungsempfehlung:

Ob ein Mann Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen möchte oder nicht, ist ein individueller Entscheid, bei dem die persönliche Situation eine wesentliche Rolle spielt. Wichtig ist, dass dieser Entscheid nach umfassender Aufklärung über Vor- und Nachteile einer Früherkennung von Prostatakrebs gefällt wird.

  • Männern, bei denen Prostatakrebs in der Familie vorkommt: Ab dem 40.–45. Lebensjahr sollte mit der Hausärztin / dem Hausarzt über Früherkennungsuntersuchungen gesprochen werden.
  • Allen anderen Männern wird empfohlen: Ab dem 50. Lebensjahr mit der Hausärztin / dem Hausarzt allgemein über Früherkennungsuntersuchungen zu sprechen. Routinemässig und ohne vorgängiges Gespräch sollte keine Früherkennungsuntersuchung durchgeführt werden.

Unsere Broschüren «Früherkennung von Prostatakrebs» und «Früherkennung von Prostatakrebs - Fragen und Antworten» liefern wichtige Informationen, um bei der Entscheidung für oder gegen eine Früherkennungsuntersuchung zu unterstützen.

Die Krebsliga empfiehlt und unterstützt Mammografie-Screening-Programme. Sie ist der Ansicht, dass aus heutiger Sicht die Vorteile der Screening-Programme die Nachteile überwiegen.

Im Rahmen von Mammografie-Screening-Programmen werden alle Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahren vom Programm zu einer Mammografie eingeladen. In Screening-Programmen hat jede Frau in dieser Altersgruppe die Möglichkeit, regelmässig Screening-Mammografien durchführen zu lassen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder ihren finanziellen Möglichkeiten. Die Programme sind verpflichtet, sich an hohe, gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsanforderungen zu halten.

Handlungsempfehlung:

  • Die wichtigste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren ist die Mammografie. In vielen Kantonen bestehen Programme, in denen Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre eingeladen werden, eine Früherkennungs-Mammografie machen zu lassen. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig.
    (www.swisscancerscreening.ch
  • In den Kantonen ohne Screening-Programm erfolgt die Durchführung einer Mammografie in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt.
  • Gehen Sie zu einer ärztlichen Beratung, wenn Sie zu den Frauen gehören, deren Risiko für Brustkrebs erhöht ist. Die erste Anlaufstelle ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt.
  • Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine einfache Methode, Veränderungen der Brust wahrzunehmen. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung oder für eine Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs

Die Krebsliga verfolgt die wissenschaftliche und politische Diskussion zum Thema im In- und Ausland.

Allgemein

Ein umfassender Strahlenschutz ist aus Sicht der Krebsprävention wichtig. Für hochfrequente elektromagnetische Strahlung (u.a. Mobilfunkstrahlung) konnte bisher wissenschaftlich jedoch weder eine klare gesundheitliche Gefährdung noch eine klare gesundheitliche Unbedenklichkeit nachgewiesen werden. Es empfiehlt sich deshalb, die individuelle Strahlenbelastung im Sinne der Vorsorge niedrig zu halten.

Da durchschnittlich über 90% der individuellen Strahlenbelastung durch das eigene Handy verursacht wird, ist ein gutes Netz mit entsprechend hochwertiger Verbindungsqualität und eine Optimierung der Handys auf möglichst tiefe Strahlung dafür zwingend.

Die geforderte Lockerung der bestehenden Anlagegrenzwerte («Vorsorgegrenzwerte») kann als eine mögliche Massnahme dazu beitragen, dass die hochwertige Verbindungsqualität auch in Zukunft erhalten und ausgebaut werden kann. Die bestehenden Anlagegrenzwerte basieren jedoch auf dem Vorsorgeprinzip des Umweltschutzgesetzes. Es ist deshalb zu vermeiden, dass eine mögliche Lockerung aus rein wirtschaftlichen Überlegungen geschieht. Zentral ist dabei, dass die individuelle Strahlenbelastung durch die geforderte Lockerung nicht tangiert wird und international geltende Grenzwerte (Immissionsgrenzwerte) eingehalten werden. Ein begleitendes Monitoring der Strahlenbelastung in der Bevölkerung ist deshalb wichtig. Gleichzeitig wäre es sehr begrüssenswert, wenn zusätzlich mehr Anreize und Regulierungen für strahlungsärmere Handys geschaffen würden.

Handlungsempfehlung

Wie kann ich persönlich meine Mobilfunk-Strahlenbelastung reduzieren?

Über 90% der individuellen Strahlenbelastung wird durch das eigene Handy verursacht. So können Sie ihre Belastung reduzieren:

  • Gute Verbindungsqualität: Achten Sie bei der Nutzung des Handys auf eine gute Verbindungsqualität. Bei guter Verbindungsqualität strahlt das Mobiltelefon weniger stark als bei schlechter Verbindung.
  • Abstand zum Kopf: Nutzen Sie beim Telefonieren mit dem Handy Kopfhörer oder eine Freisprechanlage (Head-Set). Dadurch reduziert sich die direkte Strahlung am Kopf.
  • Keine Abschirmprodukte: Verzichten Sie auf Schutz- oder Abschirmprodukte, welche die Strahlenbelastung reduzieren sollen. Durch die damit verursachte Verschlechterung der Verbindungsqualität muss ihr Handy für die Aufrechterhaltung der Verbindung stärker strahlen.

Die Sonne ist für uns lebenswichtig. Sie spendet Licht, Wärme und Wohlbefinden. Ob dunkel- oder hellhäutig: Alle Menschen sollten die Schädigung der Haut durch zu viel UV-Strahlen vermeiden. Der richtige Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlen, der Aktivität sowie der Dauer des Aufenthalts an der Sonne ab.

Handlungsempfehlung

Die Krebsliga empfiehlt als Schutz vor zu viel UV-Strahlen drei einfache Verhaltensweisen:

Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben
Der Schatten ist der beste Sonnenschutz – vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Der Schatten schützt jedoch nicht immer vor indirekter Strahlung durch reflektierende Flächen wie Sand, Beton und Schnee oder vor seitlich einfallender Strahlung.

Hut, Sonnenbrille und Kleider tragen
Kleidung bietet in der Regel einen guten Schutz vor UV-Strahlen. Mit Kleidern bedeckte Körperstellen bleiben den ganzen Tag über geschützt. Guten Schutz bieten zum Beispiel ein T-Shirt, das die Schultern bedeckt oder ein Hut mit breiter Krempe, der auch Stirn, Nase, Ohren und Nacken schützt.

Sonnenschutzmittel auftragen
Die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln wird als Ergänzung zum Aufenthalt im Schatten und dem Tragen von Kleidung empfohlen. Mit der korrekten Anwendung eines Sonnenschutzmittels, das sowohl vor UVB- wie auch vor UVA-Strahlen schützt, kann das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, reduziert werden. Doch Vorsicht – auch Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor sind kein Freipass für einen unbeschränkten Aufenthalt an der Sonne.

Nebst den natürlichen UV-Strahlen der Sonne schädigen auch die künstlichen UV-Strahlen im Solarium unsere Haut. Sie erhöhen das Hautkrebsrisiko und beschleunigen die Hautalterung. Wer vor dem 35. Lebensjahr mit Solariumbesuchen beginnt, hat ein fast doppelt so hohes Risiko, im Verlauf des Lebens an einem Melanom zu erkranken. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Solarien in die oberste Kategorie der Krebsrisiken eingestuft. Die Krebsliga folgt der Empfehlung dieser Fachgremien.

Handlungsempfehlung

Die Krebsliga rät von einem Besuch im Solarium ab, um das Krebsrisiko nicht zu erhöhen.

Glyphosat ist eines der weltweit am meisten eingesetzten Pflanzenschutzmittel. Das Unkrautbekämpfungsmittel wird in der Landwirtschaft, im Gartenbau, in Privatgärten und im Gleisunterhalt eingesetzt. 2015 hat die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Migros und Coop haben nach der Einstufung durch die IARC alle glyphosathaltigen Planzenschutzmittel aus dem Verkauf genommen. Andere Institutionen und Ämter, darunter das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), bewertet Glyphosat als nicht krebserregend. Der Bundesrat muss 2018 eine Studie über die Auswirkungen von Glyphosat vorlegen und will dann über das weitere Vorgehen entscheiden. In der EU wurde die Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Ende November 2017 für fünf weitere Jahre verlängert. Die Krebsliga verfolgt die Diskussion in der Schweiz und international aufmerksam.

Handlungsempfehlung

 

  • Die Krebsliga begrüsst es, wenn die Einwirkung von Glyphosat auf den Menschen vorsorglich auf ein Minimum gesenkt wird.
  • Die Krebsliga empfiehlt, Gemüse und Früchte aus der Schweiz zu bevorzugen. Sie sind tendenziell weniger mit Glyphosat belastest als Gemüse und Früchte aus dem Ausland. So ist es in der Schweiz verboten, die Vorernte mit Glyphosat zu bespritzen.
  • Wer Bio-Produkten den Vorzug gibt, senkt die Aufnahme von Glyphosat. Bei Bio-Produkten darf in der Schweiz kein Glyphosat eingesetzt werden.
  • Im Privatgarten gibt es Alternativen zu glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel. Falls sie trotzdem eingesetzt werden: Vorschriften genau beachten.

Deodorants mit Aluminiumsalzen stehen unter dem Verdacht, möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung und andere renommierte internationale Gesundheitsorganisationen sind aufgrund der bekannten Daten zum Schluss gekommen, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Deos mit Aluminiumsalzen und Brustkrebs aktuell nicht erwiesen ist. Der Bundesrat plant, die Gefährlichkeit der Kosmetika mit Aluminium zusammen mit der EU zu untersuchen. Allfällige ergänzende Studien und Analysen benötigen voraussichtlich mehrere Jahre. Die Krebsliga verfolgt die Thematik rund um das Brustkrebsrisiko durch Deos mit Aluminiumsalzen weiterhin genau.

Handlungsempfehlungen

Der Mensch nimmt Aluminium über verschiedene Wege auf. Etwa über Lebens- und Arzneimittel, aber auch über Kosmetika wie Lippenstifte und über Antitranspirantien (Deos). Jede und jeder kann entscheiden, ob und wie viel Aluminiumsalze er aufnehmen will: In der Schweiz sind Deos und andere Kosmetika ohne Aluminiumsalze im Detailhandel erhältlich. Die Krebsliga rät auf aluminiumhaltige Antitranspirantie unmittelbar nach der Rasur und bei gereizter oder verletzter Haut zu verzichten, weil die Salze einfacher in den Körper gelangen können.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine dem persönlichen Bedarf angepasste Menge an Essen und Getränken und enthält eine Vielfalt an unterschiedlichen Lebensmitteln im richtigen Verhältnis – wie es die Schweizer Lebensmittelpyramide vorschlägt. Ein abwechslungsreicher, ausgewogener Speiseplan trägt viel für die Gesundheit und das Wohlbefinden bei und kann das Risiko von Krebserkrankungen senken.

Handlungsempfehlung:

  • Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gibt es keine verbotenen Getränke oder Lebensmittel. Allein die Menge ist entscheidend.
  • Für den Körper elementar ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da er zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht. Empfohlen wird, pro Tag 1 bis 2 Liter ungesüsste Getränke zu sich zu nehmen.
  • Eine überwiegend pflanzliche Ernährung senkt das Risiko für verschiedene Krebsarten.
  • Die Schweizer Lebensmittelpyramide veranschaulicht, in welchem Verhältnis die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen für eine gesunde Ernährung stehen sollen. Die Basis von ausgewogenen Mahlzeiten sind pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Früchte, Getreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Dazu können moderate Mengen an Milch und Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eier oder pflanzlichen Eiweisslieferanten gegessen werden. Süssigkeiten, Alkohol, Energydrinks sowie gesüsste Getränke sind wegen des hohen Kaloriengehalts und wegen der Zusatzstoffe in der Spitze der Pyramide platziert.
  • Wenn möglich auf Fastfood, verarbeitete Gerichte und Süssgetränke verzichten.
  • Gemüse und Früchte haben in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung eine wichtige Bedeutung und können durch ihren hohen Gehalt an Nährstoffen das Erkrankungsrisiko an Krebs senken. Um den täglichen Gemüse- und Früchtebedarf zu decken, empfiehlt die Krebsliga täglich fünf Portionen Gemüse und Früchte; idealerweise drei Portionen Gemüse, zwei Portionen Früchte zu sich zu nehmen. Eine Portion entspricht etwa einer Handvoll (120 g) Gemüse oder Früchten.
  • Rotes Fleisch und Wurstwaren können einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben und das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen. Den Fleischkonsum deshalb auf 2-3 Mal pro Woche beschränken.
  • Die Krebsliga empfiehlt der Gesundheit zuliebe den Alkoholkonsum gering zu halten, regelmässig alkoholfreie Tage einzulegen und alkoholfreie Getränke zu bevorzugen.
  • Übergewicht ist ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen.