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Positionen

Vorsorge

Die Sonne ist für uns lebenswichtig. Sie spendet Licht, Wärme und Wohlbefinden. Ob dunkel- oder hellhäutig: Alle Menschen sollten die Schädigung der Haut durch zu viel UV-Strahlen vermeiden. Der richtige Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlen, der Aktivität sowie der Dauer des Aufenthalts an der Sonne ab.

Handlungsempfehlung

Die Krebsliga empfiehlt als Schutz vor zu viel UV-Strahlen drei einfache Verhaltensweisen:

Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben
Der Schatten ist der beste Sonnenschutz – vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Der Schatten schützt jedoch nicht immer vor indirekter Strahlung durch reflektierende Flächen wie Sand, Beton und Schnee oder vor seitlich einfallender Strahlung.

Hut, Sonnenbrille und Kleider tragen
Kleidung bietet in der Regel einen guten Schutz vor UV-Strahlen. Mit Kleidern bedeckte Körperstellen bleiben den ganzen Tag über geschützt. Guten Schutz bieten zum Beispiel ein T-Shirt, das die Schultern bedeckt oder ein Hut mit breiter Krempe, der auch Stirn, Nase, Ohren und Nacken schützt.

Sonnenschutzmittel auftragen
Die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln wird als Ergänzung zum Aufenthalt im Schatten und dem Tragen von Kleidung empfohlen. Mit der korrekten Anwendung eines Sonnenschutzmittels, das sowohl vor UVB- wie auch vor UVA-Strahlen schützt, kann das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, reduziert werden. Doch Vorsicht – auch Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor sind kein Freipass für einen unbeschränkten Aufenthalt an der Sonne.

Nebst den natürlichen UV-Strahlen der Sonne schädigen auch die künstlichen UV-Strahlen im Solarium unsere Haut. Sie erhöhen das Hautkrebsrisiko und beschleunigen die Hautalterung. Wer vor dem 35. Lebensjahr mit Solariumbesuchen beginnt, hat ein fast doppelt so hohes Risiko, im Verlauf des Lebens an einem Melanom zu erkranken. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Solarien in die oberste Kategorie der Krebsrisiken eingestuft. Die Krebsliga folgt der Empfehlung dieser Fachgremien.

Handlungsempfehlung

Die Krebsliga rät von einem Besuch im Solarium ab, um das Krebsrisiko nicht zu erhöhen.

Glyphosat ist eines der weltweit am meisten eingesetzten Pflanzenschutzmittel. Das Unkrautbekämpfungsmittel wird in der Landwirtschaft, im Gartenbau, in Privatgärten und im Gleisunterhalt eingesetzt. 2015 hat die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Migros und Coop haben nach der Einstufung durch die IARC alle glyphosathaltigen Planzenschutzmittel aus dem Verkauf genommen. Andere Institutionen und Ämter, darunter das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), bewertet Glyphosat als nicht krebserregend. Der Bundesrat muss 2018 eine Studie über die Auswirkungen von Glyphosat vorlegen und will dann über das weitere Vorgehen entscheiden. In der EU ist Das Planzenschutzmittel zugelassen, allerdings nur bis Ende 2017, danach soll entschieden werden, ob es weiterhin eingesetzt werden darf. Die Krebsliga verfolgt die Diskussion in der Schweiz und international aufmerksam.

Handlungsempfehlung

  • Die Krebsliga begrüsst es, wenn die Einwirkung von Glyphosat auf den Menschen vorsorglich auf ein Minimum gesenkt wird.
  • Die Krebsliga empfiehlt, Gemüse und Früchte aus der Schweiz zu bevorzugen. Sie sind tendenziell weniger mit Glyphosat belastest als Gemüse und Früchte aus dem Ausland. So ist es in der Schweiz verboten, die Vorernte mit Glyphosat zu bespritzen.
  • Wer Bio-Produkten den Vorzug gibt, senkt die Aufnahme von Glyphosat. Bei Bio-Produkten darf in der Schweiz kein Glyphosat eingesetzt werden.
  • Im Privatgarten gibt es Alternativen zu glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel. Falls sie trotzdem eingesetzt werden: Vorschriften genau beachten.

Deodorants mit Aluminiumsalzen stehen unter dem Verdacht, möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung und andere renommierte internationale Gesundheitsorganisationen sind aufgrund der bekannten Daten zum Schluss gekommen, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Deos mit Aluminiumsalzen und Brustkrebs aktuell nicht erwiesen ist. Der Bundesrat plant, die Gefährlichkeit der Kosmetika mit Aluminium zusammen mit der EU zu untersuchen. Allfällige ergänzende Studien und Analysen benötigen voraussichtlich mehrere Jahre. Die Krebsliga verfolgt die Thematik rund um das Brustkrebsrisiko durch Deos mit Aluminiumsalzen weiterhin genau.

Handlungsempfehlungen

Der Mensch nimmt Aluminium über verschiedene Wege auf. Etwa über Lebens- und Arzneimittel, aber auch über Kosmetika wie Lippenstifte und über Antitranspirantien (Deos). Jede und jeder kann entscheiden, ob und wie viel Aluminiumsalze er aufnehmen will: In der Schweiz sind Deos und andere Kosmetika ohne Aluminiumsalze im Detailhandel erhältlich. Die Krebsliga rät auf aluminiumhaltige Antitranspirantie unmittelbar nach der Rasur und bei gereizter oder verletzter Haut zu verzichten, weil die Salze sonsten einfacher in den Körper gelangen können.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine dem persönlichen Bedarf angepasste Menge an Essen und Getränken und enthält eine Vielfalt an unterschiedlichen Lebensmitteln im richtigen Verhältnis – wie es die Schweizer Lebensmittelpyramide vorschlägt. Ein abwechslungsreicher, ausgewogener Speiseplan trägt viel für die Gesundheit und das Wohlbefinden bei und kann das Risiko von Krebserkrankungen senken.

Handlungsempfehlung

  • Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gibt es keine verbotenen Getränke oder Lebensmittel. Allein die Menge ist entscheidend.
  • Für den Körper elementar ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da er zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht. Empfohlen wird, pro Tag 1 bis 2 Liter ungesüsste Getränke zu sich zu nehmen.
  • Eine überwiegend pflanzliche Ernährung senkt das Risiko für verschiedene Krebsarten.
  • Die Schweizer Lebensmittelpyramide veranschaulicht, in welchem Verhältnis die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen für eine gesunde Ernährung stehen sollen. Die Basis von ausgewogenen Mahlzeiten sind pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Früchte, Getreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Dazu können moderate Mengen an Milch und Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eier oder pflanzlichen Eiweisslieferanten gegessen werden. Süssigkeiten, Alkohol, Energydrinks sowie gesüsste Getränke sind wegen des hohen Kaloriengehalts und wegen der Zusatzstoffe in der Spitze der Pyramide platziert.
  • Gemüse und Früchte haben in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung eine wichtige Bedeutung und können durch ihren hohen Gehalt an Nährstoffen das Erkrankungsrisiko an Krebs senken. Um den täglichen Gemüse- und Früchtebedarf zu decken, empfiehlt die Krebsliga mit «5 am Tag» eine einfache Formel: Essen Sie täglich fünf Portionen Gemüse und Früchte; idealerweise drei Portionen Gemüse, zwei Portionen Früchte. Eine Portion entspricht etwa einer Handvoll (120 g) Gemüse oder Früchten. Eine Portion sollte möglichst roh gegessen werden. Und: Eine der fünf Portionen kann durch ein Glas ungezuckerten Fruchtsaft oder einen ungezuckerten Smoothie ersetzt werden (Erwachsene: 2 dl / Kinder 1,5 dl).
  • Rotes Fleisch und Wurstwaren können einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben und das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen. Den Fleischkonsum deshalb auf 2-3 Mal pro Woche beschränken.
  • Die Krebsliga empfiehlt der Gesundheit zuliebe den Alkoholkonsum gering zu halten, regelmässig alkoholfreie Tage einzulegen und alkoholfreie Getränke zu bevorzugen.
  • Übergewicht ist ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen.