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KrebsligaÜber KrebsErfahrungsberichteLauriane Sallin, Miss Schweiz 2015Erfahrungsberichte

Lauriane Sallin, Miss Schweiz 2015

«Es tut gut, wenn man für einen anderen Menschen da sein kann.»

Lauriane Sallin

Krebs ist eine heimtückische Krankheit, sagt Lauriane Sallin. Man kann sie bei einem Menschen nicht auf einen Blick erkennen. Die Miss Schweiz 2015 weiss, wovon sie spricht. Bei ihrer Schwester wurde mit 14 Jahren ein Gehirntumor diagnostiziert. Lauriane sagt: Äusserlich und von ihrer Art her hatte sich Gaëlle durch die Krankheit nicht verändert. Sie blieb optimistisch, schmiedete Pläne für ihre Zukunft. Aber in ihrem Kopf wucherte eine Geschwulst.

Gaëlle wurde mehrfach operiert. Das waren kritische Phasen für die fünfköpfige Familie Sallin aus dem Kanton Freiburg. Dem guten Familienzusammenhalt, der vieles erleichtert hat, zum Trotz. Lauriane Sallin sagt heute, dass sie aufgrund der Krebserkrankung ihrer Schwester vieles gelernt habe. Etwa: Es tut so gut, wenn man wirklich für einen anderen Menschen da sein kann. Und wenn andere Menschen für Dich da sind. Die Krebsliga hat die Familie Sallin während dieser schwierigen Zeit begleitet.

Lauriane, die zwei Jahre jünger war als ihre Schwester, suchte nach Erklärungen. Sie wollte die Krankheit ihrer Schwester verstehen. Doch Gaëlle sprach kaum darüber. Sie verdrängte, was sie belastete, um sich die Lebensfreude zu bewahren. Lauriane erhielt die erhofften Antworten vornehmlich von ihrer Mutter. Die Krankheit drängte Lauriane in eine neue Rolle. Die Kleine musste fortan der Grossen Mut machen. Die bisherigen Hierarchien und Spielregeln wurden infrage gestellt. In dieser Zeit wurden Weichen für das Leben von Lauriane gestellt. Sie reifte, und als sie viel später für den Titel der Miss Schweiz kandidierte, so auch, um die Geschichte ihrer Schwester und die ihre zu erzählen. Und um etwas zu bewirken für Familien und ihre Krebsbetroffenen. So wie sich die Krebsliga einsetzt mit ihrer Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen.

Lauriane liegt vor allem an der Zeit der Rekonvaleszenz nach Spitalaufenthalten. Sie selbst begleitete ihre Schwester über sieben Jahre lang. Gaëlle entwarf noch drei Wochen vor ihrem Tod Pläne, was sie angehen will. Meine Familie und ich hätten alles für sie getan, sagt Lauriane, wenn es möglich gewesen wäre. Doch der Körper ihrer Schwester musste sich der Krankheit beugen. Lauriane sagt: Heute ist mir meine Schwester immer noch nahe. Durch die besondere Verbindung unter Geschwistern teilt man selbst ein Schicksal auf spezielle Weise.