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Maxime

«Habe ich etwas falsch gemacht, dass ich Krebs habe?»

Maxime

Am Ende des Spitalgangs liegt das Isolierzimmer. Die Fenster lassen sich nicht öffnen, ein Filter reinigt die Luft. Abgetrennt von den anderen Kindern des Stocks fragt sich der Knabe im sterilen Raum: Habe ich was falsch gemacht, dass ich Krebs habe? ­- Aber was versteht ein Fünfjähriger von Zellen, die sich unkontrolliert vermehren und gesunde Blutzellen verdrängen?

Der Junge hat Glück gehabt. Der Schularzt hatte Anzeichen einer Kinderkrankheit gesehen und leitete Untersuchungen ein: Leukämie, und das im Alter von fünf.

Nach der erfolgreichen Behandlung ein Rückfall mit neun, was bedeutet: Chemotherapie und Bestrahlung statt Sommerferien. Danach geht der Bub wieder in die Schule, als sei nichts gewesen. Doch die Symptome treten erneut auf, da ist er zwölf, Silvester im Spital, das Personal ist ihm vertraut, Knochenmarktransplantation.

Der Pubertierende rebelliert. Er brüllt, wann immer er berührt wird. Er schreit und gellt, und er herrscht seine Mutter und seinen Vater an, Pflegerinnen und Laboranten, Assistenten und Ärztinnen, wer gerade da ist in den sterilen Sälen. Es ist seine Art sich zu wehren gegen das, was ihm sein Körper antut.

Und doch: Mit einigen Ärztinnen und Ärzten verbindet ihn eine fast freundschaftliche Bande. Als er das Spital verlässt, weiss der Zwölfjährige, er will Arzt werden. So beeindruckt ist er von dem, was das Personal im Spital geleistet hat. Tatsächlich beginnt er ein Jahrzehnt später mit dem Medizinstudium. Doch das Leben sorgt abermals für eine Wende.