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KrebsligaÜber KrebsErfahrungsberichteNataliaErfahrungsberichte

Natalia

«Die Chemotherapie ist für die Familie ein Kraftakt. Auch finanziell.»

Auf dem Heimweg wird Natalia übermütig, sie rutscht auf einem Hügel aus, fällt hin. Es ist kein gefährlicher Sturz, aber zu Hause klagt die Sechsjährige über Bauchschmerzen, die immer stärker, immer schlimmer werden. In Tat und Wahrheit, sagt die Ärztin, hat ihr Kind einen bösartigen Nierentumor, der sich unbemerkt im Bauch entwickelt hat. Ist das Krebs, fragt die Mutter die Ärztin. Ja, sagt sie, 13 auf 8 Zentimeter gross ist der Tumor, ihr Mädchen schwer krank.

Die Operation verläuft erfolgreich. Natalias betroffene, rechte Niere konnte zwar nicht gerettet werden, doch die linke übernimmt die Stoffwechselfunktionen. Und: Der Tumor hat nicht gestreut.

Wieder zu Hause, gibt die Familie für Natalia ein Fest. Die Eltern, Natalias Bruder, Verwandte und Freunde konnten es kaum erwarten, das kleine Kind wieder in ihrer Mitte zu haben. Wenn in einer Grossfamilie eine Person leidet, leiden alle mit. Oder kämpfen: gemeinsam gegen Krebs.

Die Chemotherapie ist für die Familie ein Kraftakt, sagt die Mutter. Auch finanziell. Um bei Natalia zu sein, bezieht die Mutter sechs Monate Ferien. Die Krebsliga hilft mit dem Geld von Spenderinnen und Spendern den Lohnausfall auszugleichen. Das sorgt für Entlastung. Die Chemotherapie verwandelt Natalia gleichwohl ein jedes Mal in ein apathisches, von Verstopfung geplagtes und sich übergebendes Häuffchen Kind. Drei Tage nach der Therapie marschiert sie in den Kindergarten, dann wieder in die Klink. Ein halbes Jahr lang.

Der siebenjährigen Natalia geht es wieder gut, und wenn sie beim Spielen nicht hinfällt, nimmt sie Hügel rutschend und mit einem Lachen.