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KrebsligaÜber KrebsErfahrungsberichteNicolasErfahrungsberichte

Nicolas

«Der Krebs zwingt uns, jeden Tag so zu nehmen wie er kommt.»

Wir tun das, was nötig und wichtig ist, Woche für Woche, schreibt die Mutter einer vierköpfigen Familie im Forum der Krebsliga. Was zweckdienlich klingt, ist für die Eltern des kleinen Nicolas die einzige Möglichkeit, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren, seit bei mit ihm mit neun Monaten Krebs entdeckt wurde.

Wilms-Tumor heisst das Geschwulst, das mit seiner linken Niere entfernt werden konnte. Gross wie ein Tennisball war es, schwerer als drei Tafeln Schokolade und bösartig. Die Heilungschancen lagen bei 90 Prozent, weil die Krankheit früh erkannt und therapiert werden konnte. Nicolas Mutter und sein Vater pendelten dazu hin und her zwischen Chemotherapie im Spital und Pflege im Elternhaus.

Im Spital fühlten sie sich aufgehoben, doch mit dem Austritt fiel jegliche Betreuung weg. Nicolas Eltern fühlten sich allein gelassen mit all den Entscheidungen, welche die Krankheit mit sich brachte. Im Spital hatte man sie gewarnt: Entweder reisst ihr Schicksal die Familie auseinander oder es schweisst sie zusammen. Was sie noch nicht wussten: Bei der Krebsliga haben Sie eine Unterstützung gefunden.

Nicolas hat den Krebs überstanden und ist ein Zehnjähriger geworden, der sich wie andere Kinder beim Skateboarden das Bein bricht. Er zählt zu den Cancer Survivors. Zu den Menschen also, die ihre Krebserkrankung überlebt haben, aber als chronisch krank gelten. Ohne Mittel zur Senkung des Blutdrucks und regelmässige Kontrollen bei wechselnden Assistenzärzten geht es nicht.

Die Krankheit hat das eine und andere Wundmal hinterlassen. Eine Narbe zieht sich quer über Nicolas Bauch. Andere Schrammen sind Ausdruck der Bedrängnis, denen die Eltern  ausgesetzt sind. Und selbst Nicolas um drei Jahre ältere Schwester ist gezeichnet: Sie musste zurückstecken, als ihr Bruder ein Baby, ein Kleinkind und krank war. Sie war unausgeglichen und aufbrausend. Heute ist sie überdurchschnittlich Willensstark und wie Nicolas, seine Mutter und sein Vater bereit für alles Kommende, Tag für Tag. Was sich einfacher anhört, als es für die Familie ist.