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Malignes Mesotheliom

In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 180 Menschen an einem malignen Mesotheliom des Brustfells (Pleuramesotheliom). 86% der Betroffenen sind Männer, 14% Frauen. 41% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 58% sind 70 Jahre oder älter. Bei Menschen unter 50 Jahren ist das maligne Mesotheliom sehr selten. In seltenen Fällen kann ein Mesotheliom auch im Bauchfell (Peritoneum) auftreten.

Das zweiblättrige Brustfell überzieht die Lunge
1. Kehlkopf 2. rechter Lungenflügel 3. Pleuraspalt 4. Pleura (zwei Pleurablätter) 5. Luftröhre 6. Linker Lungenflügel

Die Pleura (das Brustfell) besteht aus zwei hauchdünnen Blättern (Lungenfell und Rippenfell). Sie überzieht die Lungen und kleidet die Brusthöhle von innen aus. Der Spalt zwischen diesen beiden Pleura-Blättern (Pleurahöhle) kann sich bei Erkrankungen mit Flüssigkeit füllen. Dies führt zu Atembeschwerden.

Viel häufiger als das Pleuramesotheliom sind Metastasen, also Ableger von anderen Tumoren, in der Pleura. Diese stammen z. B. von Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs.


Risikofaktoren

Als wichtigster Risikofaktor für die Entwicklung eines malignen Mesothelioms gilt das Einatmen von Asbest. Ein Mesotheliom kann noch Jahrzehnte nach dem Kontakt mit Asbest auftreten. Wird Asbeststaub als Ursache vermutet, sollte dies der Unfallversicherung des damaligen Arbeitsgebers gemeldet werden, auch wenn jemand bereits pensioniert ist.


Symptome

Ein Pleuramesotheliom kann die gesamte Pleura befallen und sich auch auf benachbarte Organe wie Lunge oder Zwerchfell ausbreiten. Die Folgen sind beispielsweise Atemnot, Schmerzen im Brustkorb und Appetitlosigkeit.


Diagnose

Zur Diagnose werden bildgebende Verfahren (z.B. Computertomografie) eingesetzt, zusätzlich werden Gewebeproben oder Flüssigkeit aus der Pleurahöhle entnommen.


Therapie

Die Art der Behandlung hängt davon ab, wie weit sich der Tumor schon ausgebreitet hat. In der Regel wird ein Pleuramesotheliom mit Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie behandelt. Diese Therapien werden einzeln oder in Kombination angewendet.