07. Juni 2013
Gerechter Zugang zu Krebsmedikamenten – vom Problem zur Lösung
Der sogenannte «Off-Label-Use» (OLU) von Krebsmedikamenten ist in der Schweiz häufig und wird weiter zunehmen. Die von der Krebsliga Schweiz in Auftrag gegebene und heute veröffentlichte Studie von INFRAS liefert nun erstmals Zahlen zum Ausmass in der Schweiz: schätzungsweise bis zu 20 000 OLU-Behandlungen pro Jahr bzw. rund ein Drittel aller Krebspatientenfälle. Problematisch ist die uneinheitliche Vergütung solcher Therapien durch die Krankenversicherer. Die aktuelle Regelung ist unbefriedigend und die Situation für viele Patientinnen und Patienten mit Krebs ungerecht, da ihnen eine potenziell wirksame Therapie vorenthalten wird, während sie in anderen Fällen vergütet wird. Die Studie skizziert Lösungswege, wie der OLU eingedämmt, die Nutzenbewertung standardisiert und die Vergütung schweizweit einheitlich geregelt werden können. Oberstes Ziel ist ein sicherer und gerechter Zugang zu Krebsmedikamenten für alle.
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