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Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Früchten kann das Risiko verschiedener Krebsarten senken. Alkohol, Fett und Zucker sollten dagegen zurückhaltend genossen werden.
Eine gesunde Ernährung kann Krebs vorbeugen
Eine gesunde Ernährung kann Krebs vorbeugen
© KLS
Essen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel, und zwar fünf Portionen Gemüse und Früchte pro Tag. Wer viele verschiedene pflanzliche Lebensmittel und eine nahrungsfaserreiche Kost mit unverarbeiteten Getreideprodukten zu sich nimmt, kann seine Gesundheit positiv beeinflussen.

So sieht eine gesunde Ernährung aus:

  • Täglich fünf Portionen Gemüse und Früchte Mehr
  • Zu jeder Hauptmahlzeit Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis, Teigwaren oder unverarbeitete Getreideprodukte
  • Täglich genügend Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier
  • Täglich mit Mass Öle, Fette und Nüsse
  • Reichlich über den Tag verteilt Wasser und ungesüsste Kräutertees

Hier sollten Sie sich zurückhalten:

  • Fett
  • Zucker und Süssgetränke
  • rotes oder verarbeitetes Fleisch
  • Alkohol

Hier ist Vorsicht geboten:

Fett und Zucker
Halten Sie Ihr Körpergewicht im Normalbereich (BMI 18,5–25). Fett, Zucker, Süssgetränke fördern die Entstehung von Übergewicht und sollten deshalb sparsam konsumiert werden.

Rotes und verarbeitetes Fleisch
Zu rotem Fleisch zählen Rind-, Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch. Bei der Zubereitung entstehen krebserregende Stoffe, weshalb rotes Fleisch massvoll konsumiert werden sollte. Verarbeitetes Fleisch (Cervelat, Bratwurst, Wienerli) wird durch das Räuchern, Beizen, Salzen oder die Zugabe von chemischen Konservierungsstoffen haltbar gemacht und enthält dadurch einen hohen Anteil an Nitratpökelsalzen. Besonders beim Erhitzen können sich krebserregende Stoffe bilden.

Alkohol
Alkohol zählt neben Tabak und Übergewicht zu den grössten Risikofaktoren, weshalb Alkohol nur moderat oder besser gar nicht konsumiert werden sollte. Übermässiger Alkoholkonsum kann zu Abhängigkeit, zu weiteren Krankheiten und zu sozialen Problemen führen. Ausserdem sind alkoholische Getränke kalorienreich und daher ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Übergewicht.

Schimmlige Stellen
Werden Lebensmittel zu lange bei Wärme oder zu hoher Luftfeuchtigkeit gelagert, entstehen Schimmelpilze. Sie produzieren sogenannte Aflatoxine, die krebserregend sind und bestimmte Krebsarten verursachen. Schimmelpilze sind mit den Augen nicht immer sichtbar. Angeschimmelte oder verdorbene Lebensmittel sollten deshalb nicht mehr verzehrt werden.

Angebrannte Speisen
Angebrannte Speisen oder stark geräucherte Esswaren können ebenfalls krebserregende Substanzen enthalten. Angebrannte Stellen deshalb immer grosszügig wegschneiden und geräucherte Speisen nur in kleinen Mengen geniessen. Lebensmittel nie über offener Flamme grillieren. Hinuntertropfendes Fett verbrennt und dabei entstehen krebserregende Stoffe, die sich beim Verdampfen am Grillgut ablagern. Daher das Grillgut besser in eine Aluschale legen oder einen Grill verwenden, dessen Glut vertikal liegt.

Nahrungsergänzungsmittel
Vielseitiges Essen versorgt den Körper mit ausreichend Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Hochdosierte Päparate stehen im Verdacht, die Krebsentstehung zu begünstigen. Bestimmte Mineralstoffe scheinen hingegen das Krebsrisiko zu senken. Der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln zu Krebsprävention könnte unerwartete und nachteilige Folgen mit sich bringen und kann deshalb nicht empfohlen werden.

Zum Herunterladen:
10 Empfehlungen zu Ernährung und Bewegung Tipps und Tricks auf einen Blick auf der Drehscheibe pdf, 251 KB
Eine ausgewogene Ernährung stärkt die Gesundheit So können Sie das Krebsrisiko senken
43 Seiten, 2010
Broschüre
pdf, 1.15 MB
Merkblatt Lebensmittelpyramide pdf, 2.11 MB