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Früherkennung von Darmkrebs

Mit Früherkennungsuntersuchungen kann Darmkrebs entdeckt werden, bevor Beschwerden auftreten. Wird Darmkrebs früh erkannt, ist er in den meisten Fällen heilbar.


© KLS
Darmkrebs entsteht meistens aus gutartigen Wucherungen der Schleimhaut, sogenannten Polypen. Schätzungen zufolge dauert es rund zehn Jahre, bis aus einem Polypen Darmkrebs entsteht.

Die wichtigsten Untersuchungsmethoden zur Früherkennung von Darmkrebs sind der «Blut-im-Stuhl-Test» und die Darmspiegelung.

«Blut-im-Stuhl-Test»

Dieser Test sucht nach Blut im Stuhl, welches mit blossem Auge nicht immer sichtbar ist. Das Blut kann von verletzten Polypen oder Tumoren im Dickdarm stammen.

Erhältlich ist der «Blut-im-Stuhl-Test» beim Arzt oder beim Apotheker. Die Stuhlproben werden von Fachpersonen analysiert und ausgewertet, das Resultat wird mit der getesteten Person besprochen.

Ist Blut im Stuhl vorhanden, muss abgeklärt werden, woher das Blut stammt. Dazu wird in der Regel eine Darmspiegelung durchgeführt. Blut im Stuhl kann auch andere Ursachen als Krebs haben, wie beispielsweise Hämorrhoiden.
Wird kein Blut im Stuhl gefunden, sind in der Regel keine weiteren Untersuchungen notwendig. Der «Blut-im-Stuhl-Test» sollte alle zwei Jahre wiederholt werden.

Darmspiegelung

Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) wird das Innere des Darms mit einer kleinen Kamera betrachtet, welche mit einem Endoskop in den Darm eingeführt wird. Die Kamera überträgt die Bilder des Darms direkt auf einen Bildschirm. Mit dieser Methode lassen sich selbst kleine Darmpolypen und Tumore mit hoher Sicherheit aufspüren. Polypen können bei der Darmspiegelung direkt entfernt werden, wodurch verhindert werden kann, dass aus den Polypen Krebs entsteht.

Für die Untersuchung muss der Darm von Stuhlresten befreit sein, damit das Darminnere gut beurteilt werden kann. Dafür muss am Vortag und am Untersuchungstag selbst ein starkes Abführmittel eingenommen und anschliessend viel getrunken werden.

Die Untersuchung ist in der Regel schmerzarm. Das Vorschieben des Endoskops kann als unangenehm empfunden werden. Auf Wunsch wird dem Patienten während der Untersuchung ein Medikament zur Beruhigung verabreicht.

Das Risiko von Komplikationen bei einer Darmspiegelung ist klein. Wenn Polypen entfernt werden, kann es in seltenen Fällen zu Verletzungen des Darms oder zu Blutungen kommen.


Koloskopie
Koloskopie
© KLS

Wer bezahlt die Früherkennung von Darmkrebs?

Seit dem 1. Juli 2013 übernimmt die Grundversicherung die Kosten für Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen bei Personen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Es werden alle zwei Jahre ein «Blut-im-Stuhl-Test» oder alle zehn Jahre eine Darmspiegelung bezahlt. Die Franchise und der Selbstbehalt gehen jedoch zulasten der Versicherten.
Medienmitteilung

Was empfiehlt die Krebsliga?

Die Krebsliga empfiehlt die Darmkrebsfrüherkennung für Frauen und Männer ab 50 Jahren. Besprechen Sie die Früherkennung von Darmkrebs mit Ihrem Arzt oder Apotheker.


Zum Herunterladen:
Früherkennung von Darmkrebs Eine Information der Krebsliga
24 Seiten, 2015
Broschüre
pdf, 591 KB
Darmkrebs – Die wichtigsten
Fragen und Antworten
Eine Information der Krebsliga
24 Seiten, 2014
Booklet A7
pdf, 513 KB
Früherkennung von Darmkrebs Informationen zur Darmkrebsfrüherkennung
4 Seiten, 2014
Faktenblatt
pdf, 71 KB

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