Multiples Myelom (Plasmozytom)
Jährlich erkranken in der Schweiz rund 460 Menschen an einem Multiplen Myelom, das sind etwa 1% aller Krebserkrankungen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das Multiple Myelom ist hauptsächlich eine Krankheit des Alters: 37% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 56% sind 70 Jahre oder älter.
Das Multiple Myelom ist eine besondere Form eines Non-Hogkin-Lymphoms. Bei dieser Krankheit vermehren sich besondere Zellen des Immunsystems, so genannte Plasmazellen, sehr stark. Die Krebszellen bilden vielfache Zellhaufen im
Knochenmark, verhindern die normale Bildung von Blutzellen und zerstören die Knochen.
Veränderungen im Knochenmark und in den Knochen
Erste Symptome für ein
Multiples Myelom sind Beschwerden wie Müdigkeit, starkes Schwitzen nachts, Gewichtsabnahme und manchmal auch Knochenschmerzen oder Knochenbrüche. Als Folge der gestörten Bildung von Blutzellen können weitere Beschwerden auftreten, zum Beispiel
Blutarmut, eine hohe Anfälligkeit für Infektionskrankheiten oder Blutungsneigung.
Um die Diagnose zu stellen, muss man im Blut und Urin nach verschiedenen spezifischen Eiweissen suchen. Es wird eine
Biopsie des Knochenmarks durchgeführt, um die Krebszellen direkt im Knochenmark nachzuweisen. Mit Röntgenbildern oder einer
Computertomografie lassen sich die typischen Defekte in den Knochen darstellen.
Kortison, Chemotherapie und Stammzellentransplantation
Das Multiple Myelom wird mit Kortisonpräparaten behandelt. Dazu kommt in der Regel eine Chemotherapie. Damit lässt sich die Krankheit allerdings nicht heilen, sondern nur zurückdrängen. Bei manchen Patienten kommt zur Therapie auch eine Stammzellentransplantation in Frage.
Wenn sich die Krankheit in einem sehr frühen Stadium befindet, kann man unter Umständen mit der Behandlung noch zuwarten; die Blutwerte des Patienten werden dann in regelmässigen Abständen kontrolliert.