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KrebsligaMedienMedienmitteilungenTabakproduktegesetz: Bundesrat verpasst einmalige Chance

Tabakproduktegesetz: Bundesrat verpasst einmalige Chance

Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz zeigt sich enttäuscht über die Botschaft zum Tabakproduktegesetz. Obwohl immer noch sehr viele Jugendliche rauchen, gewichtet der Bundesrat die Interessen der Tabakindustrie höher als die Volksgesundheit. Damit wird die Chance verpasst, mit einem griffigen Gesetz hunderte Millionen von Franken zu sparen.

Die neuen Zahlen über den Anteil der rauchenden Jugendlichen machen deutlich, wie gut das Marketing der Tabakindustrie funktioniert: Fast 27 Prozent der 15 – 19-Jährigen in der Schweiz rauchen. In dieser Altersgruppe wird also von der Tabakindustrie erfolgreich neue Kundschaft rekrutiert. Trotzdem will der Bundesrat im Tabakproduktegesetz die Werbung an Verkaufsstellen und das Sponsoring von Open Air-Festivals weiterhin zulassen. Dabei spricht sich eine Mehrheit der Bevölkerung für ein umfassendes Werbeverbot aus.
Es ist erwiesen, dass eine solche umfassende Regelung den Tabakkonsum bis zu 7 Prozent senken würde. In der Schweiz sterben jährlich 9‘500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums.

Tiefe Kosten, Einsparungen in Millionenhöhe

Eine vom Bundesamt für Gesundheit in Auftrag gegebene Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Gesetztes bringt Erstaunliches zutage: Während die Umsetzung des Gesetzes pro Jahr nur ca. 20 Mio. CHF kosten wird, betragen die damit verbundenen Einsparungen bis 600 Mio. CHF pro Jahr. Ein konsequentes Verbot von Werbung und Sponsoring hätte noch höhere Einsparungen zur Folge. Für die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz ist es deshalb unverständlich, dass der Bundesrat dem Parlament trotz dieser überzeugenden Fakten ein lückenhaftes Gesetz unterbreitet.

Parlament ist gefordert

Der Jugendschutz ist nur mit einem griffigen Tabakproduktegesetz gewährleistet. Neben dem vorgesehenen Verbot von Kino-, Plakat- und Printwerbung, muss auch das Sponsoring von Open Air-Festivals sowie Werbung an Verkaufsstellen wie Kiosken untersagt werden. Die Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen belegt, dass die Tabakindustrie mit dem vorliegenden Vorschlag nicht weniger für ihre tödlichen Produkte werben würde. Die Werbemittel würden einfach auf die noch erlaubten Kanäle wie Verkaufsstellen und Festivals umverteilt. Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz fordert die Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf, sich die Resultate der Studie, die seit Jahren sehr hohen Raucherzahlen bei den Jugendlichen und den Willen der Bevölkerung bei der Beratung des Gesetzes vor Augen zu halten. Unser aller Ziel muss ein Gesetz sein, das bewirkt, dass weniger Jugendlichen in den zukünftigen Tabakkonsum-Statistiken auftauchen werden.

Weitere Informationen:

www.tabakwerbung-nein.ch

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Krebsliga Schweiz:
Flavia Nicolai, Leiterin Medienstelle, +41 31 389 94 13, flavia.nicolai@krebsliga.ch