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KrebsligaMedienMedienmitteilungenPatientenwissen und Versicherungsdaten

Patientenwissen und Versicherungsdaten

Die neue Ausgabe des Berichts «Krebsforschung in der Schweiz» ist erschienen. Expertinnen und Experten legen darin dar, inwiefern Betroffene mit ihrem Wissen um die eigene Gesundheit zu Fortschritten in der Behandlung beitragen. Oder wie aufgrund von Versicherungsdaten das Ausmass und die Auswirkungen von Übermedikation abgeschätzt werden können.

Lange Zeit ging die Ärzteschaft davon aus, besser über Nebenwirkungen einer Behandlung Bescheid zu wissen als die Betroffenen selbst. Doch nun erlauben es technische Hilfsmittel Patientinnen und Patienten, allfällige Beschwerden elektronisch zu melden. Das gibt einen besseren und genaueren Überblick über das Nebenwirkungsprofil einer Intervention als bisher, wie Manuela Eicher und Karin Ribi vom Institut für Pflegewissenschaften der Universität Lausanne im neuen Krebsforschungsbericht ausführen. Wenn das Behandlungsteam diese Hinweise ernst nimmt und zeitnah darauf reagiert, sinkt die Anzahl der Notfälle und der Spitalaufenthalte, wie verschiedene Studien zeigen. Auch die durchschnittliche Überlebensdauer von Patientinnen und Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen verlängert sich um ein knappes halbes Jahr – das übertrifft den Überlebensvorteil, den viele in den letzten Jahren neu zugelassene Krebsmedikamente bei dieser Patientengruppe bewirken können.

In einem anderen Beitrag diskutiert Eva Blozik, die Leiterin der Abteilung Gesundheitswissenschaften der Helsana-Gruppe, wie Versicherungsdaten für die Versorgungsforschung nutzbar gemacht werden können. Aufgrund solcher Daten konnte sie vor einigen Jahren etwa zeigen, dass gut ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung im Pensionsalter mehrere Medikamente bekommt, die wegen möglicher Interaktionen eigentlich nicht gleichzeitig eingenommen werden sollten. In einem aktuellen Projekt verwendet Blozik Versicherungsdaten, um die Kontinuität in der Behandlung von Krebsbetroffenen – und allfällige Probleme an den Schnittstellen – zu untersuchen.

Insgesamt 25,4 Millionen Franken für 166 Forschungsvorhaben

Das Expertenwissen der Patientinnen und Patienten um ihr eigenes Wohlbefinden, aber auch die Versicherungsdaten von Krankenkassen sind Beispiele von lange vernachlässigten Wissensquellen, die nun von Krebsforschenden neu angezapft werden, um Grundlagen für weitere Fortschritte in der Behandlung und Betreuung legen zu können. Sie bestätigen die Stiftung Krebsforschung Schweiz und die Krebsliga Schweiz darin, eine möglichst breite Vielfalt von Krebsforschungsprojekten zu fördern. Der Bericht stellt die Forschungsförderungstätigkeiten dieser Organisationen vor. Gemeinsam haben sie im letzten Jahr 166 Forschungsvorhaben mit insgesamt 25,4 Millionen Franken unterstützt.

Der Bericht ist in gedruckter Form kostenlos in Deutsch, Französisch und Englisch erhältlich und auch als PDF-Datei abrufbar unter www.krebsliga.ch/forschungsbericht.

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