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KrebsligaMedienMedienmitteilungenGesunde Kinder und Jugendliche: der Nationalrat muss beim Tabak handeln!

Gesunde Kinder und Jugendliche: der Nationalrat muss beim Tabak handeln!

Heute hat der Bundesrat seine Botschaft zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» verabschiedet. Das Initiativkomitee bedauert die ablehnende Haltung des Bundesrates. Für die Umsetzung eines konsequenten Jugendschutzes ist jetzt das Parlament gefordert. Der Nationalrat hat es in der Hand, mit einem starken Tabakproduktegesetz endlich den effektiven Schutz für Kinder und Jugendliche vor Tabak zu gewährleisten.

Die Gesundheits- und Jugendorganisationen der Schweiz sind sich einig: Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten darf Jugendliche nicht zum Rauchen verleiten. Sie müssen konsequent vor dieser Werbung geschützt werden. Denn die Situation ist alarmierend, wie Alexander Möller, Kinderpneumologe aus Zürich ausführt: «Wer vor 20 nicht raucht, wird kaum zum Raucher. Doch unsere letzte Studie zeigt: Mehr als die Hälfte der 15- bis 17-jährigen Jugendlichen rauchen bereits gelegentlich, bei den 16- bis 17-jährigen Mädchen sind es gar 70%!».

Es liegt in unserer Verantwortung, dass die Kinder und Jugendlichen von heute nicht die Patienten von morgen werden. Bisherige Bemühungen zum Schutz der Kinder haben viel zu wenig Wirkung gezeigt. Jetzt ist endlich ein wirksamer Jugendschutz gefordert. Der Nationalrat kann diesen Schutz ins neue Tabakproduktegesetz bringen. Der Bundesrat schlägt dies schüchtern vor, wir Organisationen fordern es ein: dies ist die einfache Gelegenheit, steigende Gesundheitskosten bereits am Ursprung zu vermeiden und künftige Risikopatienten für Krankheiten wie Covid-19 zu verhindern.

Nachhaltig – auch im Jugendschutz!
Das neue Parlament ist gefordert, beim Schutz der Kinder- und Jugendlichen vor Tabakwerbung nachhaltige und wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Es darf nicht sein, dass diese Zielgruppe so ungeniert für erwiesenermassen massiv schädliche Produkte umworben werden darf.
Grégoire Vittoz, Direktor von Sucht Schweiz, verweist auf das Beispiel der USA: «Die Kreativität der Tabakindustrie für neue Produkte ist eine konstante Gesundheitsbedrohung für die Jugend – unsere Initiative schützt Kinder und Jugendliche vor diesen neuen Gefahren der Nikotinsucht.»

Das Initiativkomitee wird die anstehenden Diskussionen im Nationalrat eng begleiten und die Stimmen der Gesundheits- und Jugendorganisationen einbringen.

Denn: Der Tabakkonsum verursacht in der Schweiz jährlich soziale Kosten von fünf Milliarden Franken wegen Produktionsausfällen aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Invalidität und vorzeitigen Todesfällen. Mit einem weitgehenden Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakwaren, die Kinder und Jugendliche erreicht, würde die Schweiz endlich eine der zentralen Forderungen der internationalen Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen!

Interviewpartner:
Grégoire Vittoz, Direktor Sucht Schweiz, Tel 076 822 19 18 Dr. med. Alexander Möller, Kinderpneumologe, Universitäts-Kinderspital Zürich, Tel 044 266 70 79

Für weitere Informationen:
www.kinderohnetabak.ch

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch
Sandra Hügli-Jost
Kommunikationsbeauftragte mfe - Haus- und Kinderärzte Schweiz
078 920 24 05, sandra.huegli@hausaerzteschweiz.ch

Wer trägt die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen viele grosse Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, kantonale Lungenligen, die FMH, der Schweizerische Drogistenverband, der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und die Tessiner Associazione Svizzera Non fumatori ASN haben sich der Initiative angeschlossen.