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KrebsligaMedienMedienmitteilungenTag der Kranken 2020: «Ich bin mehr als mein Krebs»

Tag der Kranken 2020: «Ich bin mehr als mein Krebs»

Viele Krebsbetroffene wollen nicht nur auf ihre Erkrankung reduziert werden, sondern möglichst Teil der Gesellschaft bleiben und weiterhin aktiv am Berufs- und Sozialleben mitwirken. Deshalb unterstützt die Krebsliga das diesjährige Motto vom Tag der Kranken: «Ich bin mehr als meine Krankheit(en)». Die Krebsliga leistet dazu einen Beitrag, indem sie zum Beispiel die Arbeitnehmer mit Telefonberatungen unterstützt und den Arbeitgebern spezifische Schulungen anbietet.

Es ist dem medizinischen Fortschritt zu verdanken, dass immer mehr Menschen mit Krebs erfolgreich behandelt werden können. Krebs ist nicht mehr zwingend ein Todesurteil, sondern entwickelt sich zu einer chronischen Krankheit. In der Schweiz werden pro Jahr rund 40’500 Neudiagnosen gestellt. Etwa 15’000 davon sind Menschen, welche im Berufsleben stehen. Damit diese nach einer Therapie wieder voll im Leben stehen können, begleitet und berät die Krebsliga Betroffene und Angehörige.

Schlüsselrolle der Arbeitgeber

Viele der Krebsbetroffenen wollen nach einer Therapie wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Oft beeinflusst diese Rückkehr den Krankheitsverlauf nachhaltig positiv. Denn Arbeit ist nicht nur Einkommenssicherung, sondern auch stabilisierender Faktor: Die Arbeit strukturiert den Tagesablauf, ist sinnstiftend und trägt dazu bei, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Grundsätzlich ist eine erkrankte Person nicht verpflichtet, die Diagnose beim Arbeitgeber offen zu legen. Wird aber mit dem Vorgesetzten oder dem HR-Verantwortlichen offen über die Erkrankung und über die Folgen gesprochen, kann das Vieles für beide Seiten erleichtern. Ein Patentrezept für Betroffene, wie auch für Unternehmen gebe es aber nicht, sagt Erika Karlen-Oszlai, Fachspezialistin für Krebs und Arbeit der Krebsliga Schweiz. «Mit einer achtsamen Begleitung nehmen Vorgesetzte jedoch einen entscheidenden Einfluss auf das Arbeitsklima und auf den Prozess der Wiedereingliederung», so Karlen-Oszlai weiter.

Anspruchsvoller Balanceakt

Vorgesetzte und HR-Verantwortliche sind sich möglicherweise nicht immer sicher, wie sie eine betroffene Mitarbeiterin oder Mitarbeiter während der Krebstherapie, bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz und danach am besten unterstützten können. Sie müssen zugleich die Interessen des Unternehmens wahren und sich auch um die Bedürfnisse der übrigen Mitarbeitenden kümmern. Sie bewältigen einen Balanceakt zwischen Mitgefühl und unternehmerischer Verantwortung. Unter derart herausfordernden Umständen können sie in praktischer und persönlicher Hinsicht selber an ihre Grenzen stossen. Deshalb steht die Krebsliga nicht nur den Betroffenen beratend zur Seite, sondern bietet auch Unternehmen zum Thema Krebs am Arbeitsplatz spezifische Schulungen an. Dazu gehören Fachreferate, Workshops sowie das Telefoncoaching.

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