krebsliga_aargaukrebsliga_baselkrebsliga_bernkrebsliga_bern_dekrebsliga_bern_frkrebsliga_freiburgkrebsliga_freiburg_dekrebsliga_freiburg_frkrebsliga_genfkrebsliga_glaruskrebsliga_graubuendenkrebsliga_jurakrebsliga_liechtensteinkrebsliga_neuenburgkrebsliga_ostschweizkrebsliga_schaffhausenkrebsliga_schweiz_dekrebsliga_schweiz_fr_einzeiligkrebsliga_schweiz_frkrebsliga_schweiz_itkrebsliga_solothurnkrebsliga_stgallen_appenzellkrebsliga_tessinkrebsliga_thurgaukrebsliga_waadtkrebsliga_wallis_dekrebsliga_wallis_frkrebsliga_zentralschweizkrebsliga_zuerichkrebsliga_zug
KrebsligaÜber KrebsKrebs und CoronaKrebs und Corona

Martina Bayer - Betroffene

Newsletter abonnieren

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erfahren Sie mehr über aktuelle Themen rund um Krebs, über aktuelle Angebote sowie Veranstaltungen.

* erforderliche Felder
Martina

IT-Fachfrau, 36 Jahre alt, Brustkrebs

Wie wirken sich die Lockerungen auf Ihren Alltag aus?
Als begeisterte Sportlerin bin ich über die Öffnung der Badis sehr glücklich, da das Schwimmen besonders beruhigend wirkt. Ausserdem wird es mir bald möglich sein, meine Familie im Ausland endlich wieder zu besuchen.

Gehen Sie wieder einkaufen oder in Restaurants?
Ja, ich mache beides wieder. Allerdings erkundige ich mich vorab, wie Restaurants die Massnahmen einhalten und wie nahe die Tische beieinanderstehen. Mir ist es auch wichtig, dass zusätzliche Hygienemittel in den sanitären Anlagen zur Verfügung stehen.

Wie fühlen Sie sich unter Menschen?
Im Moment halte ich mich noch nicht überall im öffentlichen Raum auf. Ich beschränke mich auf Orte, wo ich sicher sein kann, dass man sich bewusst an Richtlinien und Abstandsregeln hält.

Haben Sie Wünsche an die Mitmenschen im öffentlichen Raum? 
Ich wünsche mir etwas mehr Demut und Respekt. Ich wünsche mir auch weniger Verharmlosungen. Häufig getätigte Aussagen wie "Person XY ist gestorben an Corona. Na ja, die Person hatte ja auch Vorerkrankungen“ oder "Das Virus ist nicht so schlimm. Es sterben ja eh nur die mit Vorerkrankungen". Es klingt so, als wäre das ein akzeptiertes Opfer der Pandemie...

Ich wünsche mir von genau diesen Menschen, dass sie sich vor Augen halten, dass Menschen mit Vorerkrankungen wie etwa Asthma, Krebs, Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder einem anders geschwächten Immunsystem vielleicht schon ihr Leben lang mit den Umständen ihrer Erkrankung kämpfen und nicht während der Blüte ihres Lebens an einem Virus sterben müssen.

Nicht für alle gibt es ein Zurück in die Normalität. Haben Sie Tipps für andere Krebsbetroffene?
Betroffene oder Nahestehende können sich aktiv an die Krebsliga wenden und ihre Geschichte erzählen. Oftmals ergeben sich durch offene Gespräche auch neue Lösungen. Die Pandemie hat gezeigt, dass Menschen helfen möchten. Dieses Momentum kann jeder und jede nutzen. 

Am 16. März 2020 verschärfte der Bundesrat die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Läden, Restaurants, Bars und Unterhaltungsbetriebe mussten in der ganzen Schweiz schliessen. Zu diesem Zeitpunkt sprach die Krebsliga bereits mit Martina Bayer.

Wie gehen Sie persönlich mit der Situation bezüglich Corona um?
Ich bin nicht beunruhigt, da ich längst Vorkehrungen getroffen habe: Meine Medikamente holte ich bereits auf Vorrat in der Apotheke ab und Desinfektionsmittel habe ich bestellt. Ich arbeite seit einer Woche von zu Hause aus und meide damit den engen Kontakt zu anderen Personen. Um Sport zu machen, inspiriere ich mich bei den Sozialen Medien. Wenn ich dennoch draussen unterwegs bin, nehme ich das Velo oder gehe alleine joggen. Man könnte von einer «Eigenisolation» sprechen.

Wie die Krebsliga Menschen mit Krebs zusätzlich unterstützen könnte:

  • Listen von Onlineshops für Lebensmittel bereitstellen
  • Optionen zur Beschaffung von Desinfektionsmittel bereitstellen (für jene Patientinnen und Patienten, die sich spritzen müssen)
  • Ein paar einfache Rezepte, die speziell die Abwehrkräfte stärken, zusammenstellen
  • Buchempfehlungen, Serien-Empfehlungen, Spiele-Empfehlungen