Nach einer Krebserkrankung sind viele Betroffene weniger leistungsfähig. Eine Rehabilitation unterstützt Sie bei der Rückkehr in den Alltag. Erfahren Sie mehr darüber, wo Sie Unterstützung finden. Und darüber, warum die Nachsorge-Untersuchungen so wichtig sind.
Sie brauchen Zeit und Geduld, um sich von einer Krebserkrankung und ihren Therapien zu erholen. Vielleicht fühlen Sie sich noch nicht bereit für den Alltag.
Erwarten nahestehende Personen oder Ihr Arbeitgeber, dass Sie wieder normal in den Alltag zurückkehren? Sprechen Sie darüber. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
In den Krebsliga-Broschüren «Wenn auch die Seele leidet» oder «Fatigue bei Krebs» finden Sie weitere Informationen.
Nachsorge-Untersuchungen nach Blasenkrebs
Auch nach der Therapie brauchen Sie Untersuchungen. Denn ein Tumor in der Blase kann nachwachsen. Ein solcher Rückfall heisst in der Fachsprache Rezidiv. Wenn Blasenkrebs wiederkommt, haben Sie rezidivierenden Blasenkrebs.
Sie gehen deshalb regelmässig zu Nachsorge-Untersuchungen. Dort fragt die Ärztin oder der Arzt, ob Sie Schmerzen oder Nebenwirkungen haben. Oder ob Ihnen der Alltag Probleme macht.
Die Nachsorge ist wichtig. Die Ärztin oder der Arzt kann dadurch frühzeitig erkennen, ob der Krebs wieder da ist. Wie oft Sie untersucht werden und welche Untersuchungen stattfinden, hängt von mehreren Punkten ab:
- Welches Rückfallrisiko haben Sie?
- Wurde Ihnen die Blase entfernt?
- Welche Therapien haben Sie bekommen?
- Haben Sie eine Harnableitung? Wenn ja welche?
Meistens macht die Ärztin oder der Arzt eine Blasenspiegelung. Aber auch Ihr Blut und IhrUrin werden untersucht. Vielleicht macht die Ärztin oder der Arzt zusätzlich bildgebende Untersuchungen.
Je nach Harnableitung hat sich Ihr Stoffwechsel und Ihr Blutbild verändert. Diese Veränderungen muss der Arzt kontrollieren und behandeln.
Haben Sie Angst vor einem Rückfall? Haben Sie Probleme bei der Arbeit, in Ihrer Familie oder in der Partnerschaft? Auch darüber können Sie in der Nachsorge-Untersuchung sprechen.
Lesen Sie mehr auf unserer Webseite zu Rezidiv, Remission und Nachsorge.
Onkologische Rehabilitation bei Blasenkrebs
Eine onkologische Rehabilitation wird abgekürzt als Reha bezeichnet. Die Reha unterstützt Sie beim Gesundwerden, bei der Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben. Sie kann vor, während oder nach einer Therapie bei Krebs stattfinden.
Es gibt ambulante und stationäre Angebote. Was machen Sie bei einer Reha? Sie bewegen sich und machen Sport sowie Kraftaufbau. Oftmals lernen Sie auch Entspannungsmethoden.
Lesen Sie mehr über die onkologische Rehabilitation.
Zurück zur Arbeit nach Blasenkrebs
Manche Krebsbetroffene arbeiten während einer Therapie weiter. Einige arbeiten vorübergehend weniger. Andere unterbrechen ihre Arbeit und kehren erst nach Abschluss einer Therapie oder nach einer längeren Pause wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.
Vielleicht sind Sie nicht mehr so belastbar wie früher. Krebs und Krebstherapien können zu Fatigue oder zu Schlafstörungen führen. Eventuell haben Sie Probleme mit dem Gedächtnis oder können sich schlecht konzentrieren. Oder Sie haben Probleme mit der neuen Harnableitung.
Planen Sie den Arbeitsalltag oder die Rückkehr an Ihren Arbeitsplatz. Das sollten Sie zusammen mit Ihrem Behandlungsteam und Ihrem Arbeitgeber tun. Vielleicht können Sie Ihre Aufgaben anpassen. Oder Sie arbeiten vorübergehend weniger Stunden pro Woche.
Möchten Sie mehr über das Arbeiten nach einer Krebserkrankung wissen? Die Beratenden der kantonalen oder regionalen Krebsligen helfen Ihnen weiter. Weitere Informationen finden Sie in der Krebsliga-Broschüre «Arbeiten mit und nach Krebs».
Haben Sie Fragen zum Lohn oder was passiert, wenn die AHV- oder die IV-Rente nicht reicht ? Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Arbeit, Finanzen und medizinische Entscheidungen bei Krebs».
Aktualisiert im Januar 2026