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KrebsligaÜber KrebsKrebsarten von A bis ZWas ist Blasenkrebs?

Was ist Blasenkrebs?

Blasenkrebs ist ein bösartiger Tumor in der Blase. Blut im Urin kann ein Zeichen für Blasenkrebs sein. Ohne Therapie kann der Krebs in die umliegenden Organe einwachsen und Metastasen bilden.

Manchmal vermehren sich Zellen im Körper unkontrolliert. Sammeln sie sich an einer Stelle im Körper, entsteht ein Tumor. Sind diese Zellen bösartig, sprechen wir von Krebs.

Blasenkrebs ist ein bösartiger Tumor in der Blase. Bei Blasenkrebs wachsen oft mehrere Tumoren gleichzeitig. Meistens entstehen sie in der Schleimhaut der Blase, dem Urothel.

Was ist nicht-muskelinvasiver Blasenkrebs?

Dann ist der Tumor auf die Schleimhaut oder auf die innere Bindegewebsschicht begrenzt. Er hat sich noch nicht in die Muskelschicht ausgebreitet.

Fachleute nennen das nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs.

Was ist muskelinvasiver Blasenkrebs?

Im fortgeschrittenen Stadium breitet sich der Tumor in die Muskelschichten der Blase aus. Oder er wächst in die  Blasenwand. Fachleute nennen das muskelinvasiven Blasenkrebs.

Ohne Therapie kann sich Blasenkrebs in die benachbarten Lymphknoten und die umliegenden Organe ausbreiten. Bei Frauen ist das zum Beispiel die Gebärmutter oder die Vagina. Bei Männern ist das beispielsweise die Prostata.

Was sind Metastasen?

Blasenkrebs kann sich über die Blutbahnen und die Lymphgefässe im Körper ausbreiten. Dann sammeln sich Krebszellen an einer anderen Stelle im Körper oder in einem anderen Organ. Dort bilden sich sogenannte Metastasen (Ableger).

Beim Blasenkrebs sind Metastasen häufig in in den Lymphknoten, in der Lunge, in der Leber und in den Knochen.

Welche Beschwerden verursacht Blasenkrebs?

Folgende Beschwerden sind möglich:

  • Sie haben Blut im Urin. Ihr Urin ist dann rötlich oder bräunlich gefärbt.
  • Sie verspüren häufiger einen Drang zum Wasserlassen als früher. Dabei scheiden Sie aber nicht mehr Urin aus als sonst.
  • Beim Wasserlassen brennt es oder Sie haben Schmerzen in der Blasengegend.
  • Sie haben Schmerzen seitlich des Bauches oder im Becken.
  • Ihre Blase ist immer wieder entzündet.

Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt, wenn Sie eine oder mehrere dieser Beschwerden haben. Vielleicht haben Sie keinen Blasenkrebs, aber entzündete Harnwege oder Nierensteine.

Was erhöht mein Risiko für Blasenkrebs?

Männer erkranken häufiger an Blasenkrebs als Frauen. Die Betroffenen sind im Schnitt 74 Jahre alt.

Einige Faktoren oder Erkrankungen erhöhen das Risiko für Blasenkrebs. Der grösste Risikofaktor ist Rauchen.

Wenn Sie rauchen, gelangen giftige und krebserregende Stoffe ins Blut. Die Nieren filtern diese Stoffe aus dem Blut und befördern mit dem Urin in die Blase. Die giftigen Stoffe schaden Ihrer Blasenschleimhaut so lange, bis Sie die Stoffe beim Wasserlassen wieder ausscheiden.

Auch Passivrauchen ist schädlich. 

Weitere Risikofaktoren für Blasenkrebs sind:

  • Ihre Blase ist häufig entzündet.
  • Sie haben über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel mit schädlichen Wirkstoffen eingenommen, beispielsweise Phenacetin. Diese Medikamente sind heute verboten. 
  • Sie hatten über einen längeren Zeitraum Kontakt mit aromatischen Aminen. Zum Beispiel bei der Arbeit mit Textilien, Haarfärbemitteln oder Kunststoffen. Oder beim Lackieren und Malen. Diese Chemikalien sind heute weitgehend verboten.
  • Sie hatten eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie im Beckenbereich.
  • Sie haben sich mit Bilharziose angesteckt. Dieser Parasit befällt die Blase und verursacht eine langjährige Infektion.

In einigen Familien tritt Blasenkrebs häufiger auf. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn:

  • Ihre Eltern oder Ihre Geschwister an Blasenkrebs erkrankt sind oder waren.
  • Sie vermuten oder befürchten, dass es in Ihrer Familie ein erhöhtes Krebsrisiko gibt.

Lesen Sie mehr über erblich bedingten Krebs.

Auch wer gesund lebt oder jung ist, kann Krebs bekommen. Ob jemand an Krebs erkrankt oder nicht, hat viele Gründe und ist teilweise Zufall. Auch wenn Sie keine bekannten Risikofaktoren haben: Die Blase kommt im Alltag über viele Jahre mit Stoffen im Urin in Kontakt, die das Risiko für Krebs erhöhen.

Beschäftigt Sie die Frage, warum gerade Sie an Krebs erkrankt sind? In der Krebsliga-Broschüre «Wenn auch die Seele leidet» finden Sie mehr zum Thema. Sie können auch mit jemandem vom Beratungsdienst KrebsInfo darüber sprechen.

Aktualisiert im Juni 2026

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