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Gebärmutterkörperkrebs

In der Schweiz erkranken jährlich rund 950 Frauen neu an Gebärmutterkörperkrebs. Hier erfahren Sie mehr über die Krebsart – unter anderem zu Symptomen und Therapien.

1. Eileiter (Tube) 2. Eierstock 3. Gebärmutter 4. Scheide 5. Höhle der Gebärmutter 6. Gebärmutterkörper (Muskelschicht) 7. Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) 8. Muttermund

Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges Organ im Unterleib der Frau, in dem das ungeborene Kind bis zur Geburt heranwächst. Die Gebärmutter besteht aus zwei Abschnitten: dem Gebärmutterkörper und dem Gebärmutterhals.

In der Gebärmutter können sich zwei verschiedene Arten von Krebs entwickeln: 

  • Endometriumkarzinome entwickeln sich in der Schleimhaut der Gebärmutter und werden deshalb auch als Gebärmutterschleimhautkrebs bezeichnet. Sie machen etwa 90 Prozent aller Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers aus.
  • Uterussarkome entstehen in der Muskelwand des Gebärmutterkörpers. Sie machen etwa 10 Prozent der Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers aus. 
     

Es gibt keine eindeutige Ursache für Gebärmutterkörperkrebs. Einige Faktoren scheinen das Krankheitsrisiko jedoch zu erhöhen:

  • Diabetes (Zuckerkrankheit), 
  • Rauchen,
  • Faktoren, welche die Einwirkung des Hormons Östrogen auf den Stoffwechsel «verlängern» (frühe erste Menstruation, Kinderlosigkeit, späte Menopause),
  • starkes Übergewicht (Fettzellen im Körper produzieren Östrogen),
  • langjährige Hormontherapie in den Wechseljahren mit Östrogen, ohne zusätzliches Gestagen,
  • bestehende Brustkrebserkrankung bzw. manche antihormonellen Therapien bei Brustkrebs, da dadurch das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut angeregt werden kann,
  • erbliche Faktoren,
  • frühere Strahlentherapien im Beckenbereich.
     

Krebs des Gebärmutterkörpers bereitet in den Frühstadien kaum Beschwerden. Ein erstes Zeichen sind ungewöhnliche Blutungen oder übelriechender Ausfluss aus der Scheide. Jede Scheidenblutung, die nach den Wechseljahren auftritt, sollte vom Arzt abgeklärt werden. Bei Frauen vor den Wechseljahren können Blutungen zwischen den Menstruationen oder ungewöhnlich heftige Monatsblutungen auf eine Krebserkrankung hinweisen.

Für eine erste Diagnose führt der Arzt oder die Ärztin ein Ultraschall der Gebärmutter sowie der Unterleibsorgane durch die Scheide durch. Oft folgt zusätzlich eine Spiegelung der Gebärmutter. Während diesen Untersuchungen entnimmt der Arzt auch Gewebeproben von der Gebärmutterschleimhaut. 

Bei Verdacht auf Gebärmutterkörperkrebs wird fast immer operiert. Bestätigt sich während der Operation eine vorläufige Diagnose, sollten die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke vollständig entfernt werden. Für die betroffenen Frauen bedeutet dies, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen können.

Je nach Ausbreitung des Krebses folgt nach der Operation eine Strahlentherapie. Bei einem hohen Rückfallrisiko oder wenn der Krebs schon Ableger (Metastasen) gebildet hat, kommt zusätzlich eine Chemotherapie oder eine antihormonelle Therapie in Frage.

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