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Gebärmutterkörperkrebs

In der Schweiz erkranken jährlich rund 900 Frauen neu an Krebs des Gebärmutterkörpers (Endometriumkarzinom, Uterussarkom), das sind rund 5% aller Krebserkrankungen bei Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 50. Altersjahr stark an: rund die Hälfte der Patientinnen ist zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 45% sind 70 Jahre oder älter.

Gebärmutter und benachbarte Organe
1. Eileiter (Tube) 2. Eierstock 3. Gebärmutter 4. Scheide 5. Höhle der Gebärmutter 6. Gebärmutterkörper (Muskelschicht) 7. Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) 8. Muttermund

Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges Organ im Unterleib der Frau, in dem das ungeborene Kind bis zur Geburt heranwächst. Die Gebärmutter besteht aus zwei Abschnitten: dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und dem Gebärmutterhals (Zervix uteri). In der Gebärmutter können sich zwei verschiedene Arten von Krebs entwickeln: Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich aus den Zellen des Gebärmutterhalses. Gebärmutterkörperkrebs geht meistens von der Schleimhaut aus, die den Gebärmutterkörper innen auskleidet (Endometrium). In selteneren Fällen geht er von der Muskelwand des Gebärmutterkörpers aus (Uterussarkom).


Risikofaktoren

Es gibt keine eindeutige Ursache für Gebärmutterkörperkrebs. Einige Faktoren scheinen das Krankheitsrisiko jedoch zu erhöhen:

  • Diabetes (Zuckerkrankheit) 
  • Rauchen
  • Faktoren, welche die Einwirkung des Hormons Östrogen auf den Stoffwechsel «verlängern»: frühe erste Menstruation, Kinderlosigkeit, späte Menopause
  • starkes Übergewicht (Fettzellen im Körper produzieren Östrogen)
  • langjährige Hormontherapie in den Wechseljahren mit Östrogen, ohne zusätzliches Gestagen
  • bestehende Brustkrebserkrankung bzw. manche antihormonelle Therapien bei Brustkrebs, da dadurch das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut angeregt werden kann
  • erbliche Faktoren
  • frühere Strahlentherapien im Beckenbereich


Symptome

Krebs des Gebärmutterkörpers bereitet in den Frühstadien kaum Beschwerden. Ein erstes Zeichen sind ungewöhnliche Blutungen oder übel riechender Ausfluss aus der Scheide. Jede Scheidenblutung, die nach den Wechseljahren auftritt, sollte vom Arzt abgeklärt werden. Bei Frauen vor den Wechseljahren können Blutungen zwischen den Menstruationen oder ungewöhnlich heftige Monatsblutungen auf eine Krebserkrankung hinweisen.


Diagnose

Für eine erste Diagnose wird ein Ultraschall der Gebärmutter sowie der Unterleibsorgane durch die Scheide durchgeführt. Oft folgt zusätzlich eine Spiegelung der Gebärmutter. Während diesen Untersuchungen werden auch Gewebeproben von der Gebärmutterschleimhaut entnommen. 


Therapie

Bei Verdacht auf Gebärmutterkörperkrebs wird fast immer operiert. Bestätigt sich während der Operation eine vorläufige Diagnose, sollten die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke vollständig entfernt werden. Für die betroffenen Frauen bedeutet dies, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen können.

Je nach Ausbreitung des Krebses folgt nach der Operation eine Strahlentherapie. Bei einem hohen Rückfallrisiko oder wenn der Krebs schon Metastasen gebildet hat, kommt zusätzlich eine Chemotherapie oder eine antihormonelle Therapie in Frage.