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KrebsligaBeratung & UnterstützungQualität in der BehandlungBeratung & Unterstützung

Qualität in der Behandlung

Die Krebsliga Schweiz setzt sich dafür ein, dass Krebsbetroffene in jeder Phase ihrer Erkrankung eine Behandlung erhalten, die sich an hohen Qualitätsansprüchen orientiert.

Untersuchungen haben gezeigt, dass es in der Schweiz mitunter beträchtliche regionale Unterschiede in der Behandlungsqualität gibt. Die Krebsliga beteiligt sich an verschiedenen Initiativen, die auf eine Verbesserung dieser Situation abzielen.

Seit 2012 vergeben die Krebsliga Schweiz (KLS) und die Schweizerische Gesellschaft für Senologie (SGS) gemeinsam ein Gütesiegel für Brustzentren. Das Qualitätslabel – oder Q-Label – garantiert, dass ein zertifiziertes Zentrum wichtige Anforderungen in der Behandlung und Betreuung erfüllt, und dass dies periodisch von unabhängigen Expertinnen und Experten kontrolliert wird.

Zu den rund 100 Qualitätskriterien gehört beispielsweise, dass alle Patientinnen von einem erfahrenen und interdisziplinären Team behandelt werden. Die Therapiemöglichkeiten werden an einem so genannten Tumorboard von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen besprochen. Während der gesamten Behandlungsphase steht allen Patientinnen eine spezialisierte Pflegefachperson – die so genannte Breast Care Nurse – als Ansprech- und Bezugsperson bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Alle Brustzentren beteiligen sich an der Forschung – und die Behandlungen berücksichtigen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Mehr Informationen zum Q-Label

Ausser dem Q-Label der Krebsliga und der SGS, das ausschliesslich an Zentren in der Schweiz vergeben wird, gibt es weitere Qualitätszertifikate für Brustkrebs, etwa von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) oder von der EUSOMA (European Society of Breast Cancer Specialists). Mehrere Brustzentren in der Schweiz haben solche europäischen Zertifikate.

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat für eine Reihe weiterer Krebsarten Qualitätskriterien für die Behandlung definiert. Darauf basierend vergibt sie verschiedene Zertifikate, etwa für die Behandlung von Lungen-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die von der DKG zertifizierten Zentren müssen jährlich nachweisen, dass sie die fachlichen Anforderungen für die Behandlung einer Tumorerkrankung erfüllen und zudem über ein Qualitätsmanagementsystem verfügen. Mehrere Spitäler aus der Schweiz sind von der DKG zertifiziert. Auf der OncoMap-Webseite – eine öffentliche Datenbank mit Suchfunktion – lässt sich nachschauen, welche Einrichtungen welches Qualitätszertifikat erworben haben.

Die Krebsliga Schweiz hat – im Rahmen der Nationalen Strategie gegen Krebs – eine Übersicht über die vorhandenen Möglichkeiten und Instrumente der Qualitätssicherung in der Onkologie erstellen lassen. Der Bericht stellt fest, dass die Qualität zwar an vielen Orten und in vielfältiger Form gesichert wird. Gleichzeitig weist der Bericht auch auf gewisse Schwächen in der Qualitätssicherung hin: Verbesserungspotential gibt es vor allem hinsichtlich der Verbindlichkeit und der Festlegung von Mindestanforderungen etwa für Krebsbehandlungen in einem Netzwerk.