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Gutartige Tumoren

Gutartige Tumoren sind kein Krebs. Nur sehr selten entwickeln sie sich zu Krebs. Trotzdem können sie das Leben und den Alltag ähnlich belasten wie Krebs. Lesen Sie mehr dazu, wer Ihnen hilft und wie gutartige Tumoren behandelt werden.

Wo finde ich Unterstützung?

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt darüber. Sie oder er berät Sie, was Sie tun können.

Wichtig: Mit einem gutartigen Tumor haben Sie keinen Krebs.

Je nach Grösse und Lage des Tumors haben Sie ähnliche Herausforderungen in Leben und Alltag wie Menschen mit Krebs.

Die Krebsliga unterstützt Sie. Das Beratungsangebot KrebsInfo berät und informiert Sie telefonisch (0800 11 88 11), per E-Mail, Chat oder WhatsApp. Ihre kantonale oder regionale Krebsliga sind vor Ort für Sie da. 

Wie wird ein gutartiger Tumor behandelt?

Solange ein gutartiger Tumor keine Beschwerden verursacht, schlägt die Ärztin oder der Arzt meistens keine Behandlung vor.

Die Ärztin oder der Arzt empfiehlt Ihnen eine Behandlung, wenn der Tumor:

  • sehr gross ist
  • Organe verdrängt
  • körperliche Funktionen stört
  • sichtbar ist, im Alltag stört oder Schmerzen verursacht
  • Hormone produziert, die Ihren Körper beeinflussen
  • bösartig wird

Wenn der Tumor Beschwerden verursacht, entfernt die Ärztin oder der Arzt ihn in einer Operation (chirurgisch). Ist dies nicht möglich, empfiehlt die Ärztin oder der Arzt wahrscheinlich eine Bestrahlung oder eine medikamentöse Behandlung.

Warum bezeichnen die Fachpersonen meinen Tumor als gutartig?

Fachpersonen unterscheiden gutartige und bösartige Tumoren. Viele Menschen sagen auch Krebs zu einem bösartigen Tumor.

Gutartige Tumoren

  • wachsen meistens langsam
  • dringen nicht in das umliegende Gewebe ein
  • breiten sich nicht in andere Körperregionen aus

Die meisten gutartigen Tumoren bleiben ein Leben lang gutartig. Nur sehr selten werden Sie bösartig.

Wir empfehlen Ihnen: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Ihr gutartiger Tumor

  • sehr schnell wächst
  • seine Form oder Farbe verändert
  • blutet
  • Schmerzen verursacht.

Welche Arten von gutartigen Tumoren gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von gutartigen Tumoren. Die Ärztinnen und Ärzte unterscheiden sie nach der Art des Gewebes, in dem sie entstehen. Die häufigsten gutartigen Tumoren sind:

  • Lipome: gutartige Fett-Tumoren unter der Haut.
  • Fibrome: gutartige Wucherungen des Bindegewebes.
  • Myome: gutartige Tumoren im Muskelgewebe, oft in der Gebärmutter.
  • Adenome: gutartige Tumoren, die aus Drüsengewebe oder der Schleimhaut wachsen. Aus bestimmten Adenomen, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt, kann sich Krebs entwickeln. Die Ärztin oder der Ärzte entfernt sie deshalb.
  • Hämangiome: gutartige Wucherungen der Blutgefässe.
  • Meningeome: gutartige Tumoren, die von den Hirnhäuten ausgehen.
  • Neurinome (auch Schwannome genannt): gutartige Wucherungen der Zellen, die die Nerven umgeben und schützen.
  • Osteochondrome: gutartige Knochentumoren, die oft während des Skelettwachstums auftreten.
Aktualsiert im Juli 2026
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