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Leberkrebs

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 800 Menschen neu an Leberkrebs. Das sind 2 % aller registrierten Krebsarten. Männer sind fast dreimal häufiger betroffen als Frauen. Leberkrebs tritt vor allem im Alter auf: Fast die Hälfte der Patientinnen und Patienten ist bei der Diagnose zwischen 50 und 69 Jahre alt, 50 % sind 70 Jahre oder älter.

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Leber und benachbarte Organe
1. rechter Leberlappen 2. Leber 3. Gallenblase 4. linker Leberlappen 5. Gallengang 6. Bauchspeicheldrüse 7. Dünndarm

Die Leber befindet sich im oberen Teil des Bauches, auf der rechten Seite. Sie liegt unterhalb des Zwerchfells und ist durch die Rippen geschützt. Die Leber ist an nahezu allen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beteiligt. Sie erfüllt zahlreiche Funktionen: 

  • Sie produziert die Gallenflüssigkeit
  • Sie baut Nährstoffe um, speichert und verwertet diese
  • Sie bildet für den Organismus notwendige Ausgangsstoffe
  • Sie befreit den Körper von potenziell schädlichen Stoffen
  • Sie speichert Zucker, Vitamine, Eiweissbausteine, Eisen und Spurenelemente

Zahlreiche Faktoren erhöhen das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. Sie führen jedoch nicht unbedingt bei allen Betroffenen zu Leberkrebs. Leberzirrhose und die Infektion mit dem Hepatitis-B- oder -C-Virus gehören zu den wichtigsten Faktoren. Auch das Alter ist ein Risikofaktor. Mögliche Risikofaktoren:

  • Leberzirrhose: ein Zustand der Leber, bei der die Struktur durch das Vorhandensein von Narben verändert wird
  • Chronische Hepatitis-B- und C-Infektion
  • Übermässiger Alkoholkonsum
  • Die Nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH): übermässige Fettablagerung in den Leberzellen, die sogenannte «Fettleber»
  • Aufnahme von Aflatoxinen, die von Schimmelpilzen oder Pilzen erzeugt werden
  • Erblich bedingte Stoffwechselstörungen: zum Beispiel Hämochromatose
  • In seltenen Fällen auch Sexualhormone (Androgene, Östrogene)
  • Autoimmunerkrankungen der Leber: zum Beispiel die primär biliäre Zirrhose

Leberkrebs entsteht in den meisten Fällen infolge von chronischen Schäden wie Leberzirrhose oder Hepatitis B oder C. Andere Risikofaktoren wie Alkoholmissbrauch oder Rauchen spielen ebenfalls eine Rolle. Je nach Risikofaktoren gibt es spezielle Massnahmen, um die Entstehung von Leberkrebs vorzubeugen.

Es existiert keine systematische Massnahme zur Früherkennung von Leberkrebs für die allgemeine Bevölkerung. 

Patientinnen und Patienten mit Risikofaktoren wie Leberzirrhose oder Hepatitis B oder C führen alle sechs Monate eine Ultraschalluntersuchung durch.

Leberkrebs bleibt oft über einen langen Zeitraum asymptomatisch und verursacht erst in einem fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Die Beschwerden sind häufig auf die Auswirkungen einer Leberzirrhose zurückzuführen. Nach und nach ist die Leber dabei nicht mehr in der Lage, verschiedene Funktionen ausreichend zu erfüllen, und entsprechend treten Krankheitszeichen auf.

Mögliche Frühsymptome:

  • Schmerzen im Oberbauch
  • unerklärliche Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, dauerhaftes Fieber
  • körperliche Schwäche, Leistungsminderung

Mögliche Spätsymptome:

  • Gelbfärbung der Augen und der Haut (Gelbsucht)
  • wachsender Bauchumfang
  • tastbare Schwellung unter den Rippen rechts
  • Erbrechen von Blut
  • Denkstörungen, Apathie

Die erwähnten Beschwerden können auch auf andere Krankheiten zurückzuführen oder harmlos sein und bedeuten nicht unbedingt Krebs. Gleichwohl sollten sie immer ärztlich abgeklärt werden. 

Zur Stellung der Diagnose befragt der Arzt den Patienten zunächst nach seinem Gesundheitszustand, Vorerkrankungen wie Leberzirrhose oder Hepatitis B oder C, möglichen Risikofaktoren, der Familiengeschichte und dem möglichen Medikamenteneinsatz. 

Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung. Er prüft, ob die Bauchorgane geschwollen sind oder sich Flüssigkeit angesammelt hat. Aus dem gleichen Grund untersucht er die Füsse und Beine. Er beobachtet die Farbe der Augen und der Haut, um eine mögliche Gelbsucht zu erkennen. 

Der Arzt bestimmt dann die zusätzlichen Untersuchungen, die erforderlich sind, um die Tumorstelle zu untersuchen, ihre Ausdehnung zu definieren und das Vorhandensein möglicher Metastasen festzustellen: 

  • Bildgebungsuntersuchungen: Ultraschall, CT und MRT
  • Gewebeproben
  • Bestimmung des Tumormarkers
  • Endoskopie
  • Arteriographie
  • Skelett-Szintigraphie

Die wichtigsten Therapien gegen Leberkrebs lassen sich in den folgenden drei Optionen beschreiben:

  • Entfernung des Tumors durch chirurgische Resektion
  • Ersatz der Leber durch Transplantation
  • Lokale Zerstörung des Tumors durch Ablation mit minimal-invasiven Verfahren oder Embolisation 

Wenn der Tumor nicht entfernt werden kann, werden zusätzlich medikamentöse Therapie (Chemotherapie) und Strahlentherapie durchgeführt.

Informationsmaterialien

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