Zwei Tage nach unserem Fotoshooting kommt das SMS: «Ha kei Metas.» Keine Metastasen. Heute Jubel, beim Fotoshooting für die Kampagne der Krebsliga Trubel. Und dazwischen Angst: Eine Bildgebung im Spital soll zeigen, ob sich Nadjas Krebs ruhig hält. «Kei Metas» – alles gut.
Das Auf und Ab begleitet die vierfache Mutter seit fünf Jahren. Viel Leben, viel Lachen, viel Familienalltag. Doch Krebs funkt immer mal wieder dazwischen. Oder «Detlef», wie Nadjas Familie ihn nennt. «Wir wollten einen Namen, der in unseren Ohren etwas doof klingt und uns zum Lachen bringt. Natürlich haben wir auch darauf geachtet, dass wir niemanden kennen, der so heisst.»
«Ich habe mir mein Mamisein anders vorgestellt.»
Bei unserem Besuch steht Nadja der Gang ins Spital noch bevor. «Darum bin ich heute nicht nur wegen des Fototermins nervös», sagt sie.
Ein bisschen schief, etwas verwittert und voller Charme: Das Schindelhaus auf dem St. Margrethenberg SG wirkt einladend. Vor den Fenstern recken sich Blumen in allen Farben und Formen, hinter einer Scheibe drückt sich eine Kindernase platt. Neben der Haustür eine türkise Bank. Nadjas Bank. «Wenn ich erschöpft bin, setze ich mich hier hin.» Detlef ist es, der Nadja zu mehr Pausen zwingt als sie machen möchte.



