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Jahresbericht Krebsliga Schweiz 2017

Politisches Engagement

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Politisches Engagement für Krebsbetroffene

Im November 2017 wurde die Weiterführung der Nationalen Strategie gegen Krebs (NSK) bis 2020 beschlossen. Mit der NSK 2014-2020 werden Lösungen für Herausforderungen in der Vorsorge, der Betreuung und der Nachsorge von Krebsbetroffenen sowie für die Krebsforschung in der Schweiz erarbeitet.

Die NSK 2014-2017 vereinte zentrale Akteure zur gesamtschweizerisch koordinierten Krebsbekämpfung. Mit einer Evaluation wurde die geleistete Arbeit bewertet und die erste Phase beendet. Es zeigte sich, dass in verschiedenen Projekten wichtige Fortschritte erreicht wurden, die Arbeiten fast aller bisherigen Projekte aber unter dem Dach der NSK weitergeführt werden sollten. Dies wurde auch vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik (Dialog NGP) anerkannt, und eine Weiterführung der NSK wurde beschlossen. So hat der Dialog NGP Oncosuisse im Mai 2017 den Auftrag erteilt, in einem Bericht darzustellen, wie eine Phase II der Weiterführung der NSK bis 2020 ausgestaltet werden sollte.

NSK-Phase II bis 2020
In Zusammenarbeit mit allen Projektleitenden, der Oncosuisse, ihren Institutionen sowie weiteren Stakeholdern wurde die Fokussierung und Priorisierung der Projekte auch angesichts neuer Entwicklungen vorgenommen. Aus den Ergebnissen dieser breiten Diskussionen wurde der Bericht zur Weiterführung von August bis Oktober 2017 erarbeitet. In den drei Handlungsfeldern Vorsorge, Betreuung & Nachsorge sowie Forschung & Daten wurden nebst der Klärung der eigentlichen Projektaktivitäten drei Schwerpunkte für die Arbeiten bis 2020 gesetzt. Qualität, Koordination, Innovation – mit dieser Optik sollen alle Projekte in Zukunft weiterentwickelt werden. Die neue Co-Projektleitung, bestehend aus Dr. Catherine Gasser und Dr. Michael Röthlisberger, wird die Projekte künftig in Abstimmung mit weiteren nationalen Gesundheitsstrategien koordinieren und die Projektleitenden bei der Umsetzung ihrer Aktivitäten unterstützen. Zudem soll die Kommunikation gegenüber Praxis und Politik verstärkt und gezielter werden.

Aufbau einer Cancer Community
Als oberstes Ziel für die nächste Phase wurde die Stärkung der Swiss Cancer Community gesetzt. Mit dem Entscheid des Dialogs NGP können Erkenntnisse und Ergebnisse in der Cancer Community ausgetauscht, Kräfte und Interessen gebündelt sowie das Netzwerk der verschiedenen Organisationen verstärkt werden. Ziel ist letztlich der Aufbau einer Cancer Community, die den gesamten gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Diskurs zu Krebs in der Schweiz zusammenführt und sicherstellt, dass wichtige Erkenntnisse aus Forschung und Versorgung in Praxis und Politik wahrgenommen werden. Voraussetzungen sollen geschaffen werden, damit eine Cancer Community ab 2021 auch ohne den Rahmen einer nationalen Strategie befähigt ist, Massnahmen zu beschliessen und umzusetzen. Dies im Sinne der Gesamtversorgung im Interesse der Krebsbetroffenen. Die Umsetzungsplanung der Aktivitäten findet bis März 2018 statt.

Politik und Public Affairs
2017 standen unter anderem folgende Themen politisch im Vordergrund: Cancer Survivors, Tabakprävention und Jugendschutz, Zugangsgerechtigkeit (insbesondere in Bezug auf Off-Label-Behandlungen), Palliative Care, pflegende Angehörige, Krebs-Früherkennung, Medikamentenpreise, Luftreinhaltung, Versorgungs- und Behandlungsqualität, eHealth und die Registrierung aller Krebserkrankungen in der Schweiz. Die flächendeckende und einheitliche Registrierung von Krebserkrankungen schafft eine gute Datenbasis für eine wirkungsvolle Krebspolitik, deshalb ist deren rechtliche Verankerung und wirkungsvolle Umsetzung in der Praxis von grosser gesundheitspolitischer Bedeutung. 2016 hat das Parlament das neue Krebsregistrierungsgesetz verabschiedet. Von Mai bis September 2017 hat die Vernehmlassung zum Ausführungsrecht stattgefunden. In Kooperation mit der Oncosuisse, dem Kinderkrebsregister sowie dem Swiss Cancer Screening wurde eine Stellungnahme erarbeitet. Die Krebsliga Schweiz begrüsste die allgemeine Stossrichtung des Entwurfs der Krebsregisterverordnung (KRV), der darauf ausgerichtet ist, die Krebsregistrierung in der Schweiz zu harmonisieren und an die aktuellen Erfordernisse der onkologischen Versorgung anzupassen. Zentral ist die Erfassung von Daten zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf, damit die Versorgungs- und Behandlungsqualität in Zukunft evaluiert und optimiert werden kann. Zurzeit arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen an der Festlegung der Qualitätsindikatoren, die aus den erfassten Basis- und Zusatzdaten abzuleiten sind. Es ist geplant, dass die neuen Bestimmungen gestaffelt in Kraft treten: Diejenigen, die sich an den Bund richten, sollen ab dem 15. März 2018 gelten. Die übrigen Bestimmungen sollen auf den 1. Januar 2019 in Kraft treten – ab dann werden Krebserkrankungen in der ganzen Schweiz registriert. Damit wird eine langjährige Forderung der Krebsliga endlich erfüllt. Neben der KRV hat die Krebsliga Schweiz 2017 zu verschiedenen Anhörungs- und Vernehmlassungsverfahren Stellungnahmen eingereicht. Zudem wurde intensiv der Austausch mit Allianzpartnern und einem breiten Netzwerk gepflegt.