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Umwelteinflüsse und Krebs

Eine intakte Umwelt stärkt die Gesundheit in vielfältiger Weise. Eine belastete Umwelt hat hingegen negative Auswirkungen auf den Menschen. Einige Umwelteinflüsse sind krebserregend, beispielsweise Schadstoffe wie Dieselruss oder Radon. Solche Schadstoffe liegen zwar oft nur in geringen Konzentrationen vor, wirken aber häufig gleichzeitig und über einen langen Zeitraum. Neben persönlichen Verhaltensänderungen können strukturelle, technologische und politische Massnahmen helfen, solche Gefahren zu mindern oder ganz auszuschliessen.

Forum Umwelt und Krebs

Am 24. November 2020 findet das Forum Umwelt und Krebs in der Eventfabrik Bern statt und lanciert einen Dialog an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Grundlagen, Bedürfnissen und Möglichkeiten einer nutzbringenden umweltbewussten Krebsprävention.
Weitere Informationen und Anmeldung

Wo gibt es Umweltfaktoren, die Krebs begünstigen können?

Gehen Sie mit dieser interaktiven Grafik auf Entdeckungsreise und erfahren Sie mehr zu einzelnen Umweltfaktoren und ihrem Gefährdungspotential.

Hinweis zur Grafik:
Die dargestellten Umweltfaktoren und Schadstoffquellen sind nicht abschliessend und können viele Einzelsubstanzen umfassen, welche nicht explizit aufgeführt sind. Das krebsbezogene Gefährdungspotential der dargestellten Umweltfaktoren orientiert sich an der Klassifizierung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC). Die Agentur beurteilt die Schadensfähigkeit eines Faktors, nicht aber das tatsächlich davon ausgehende Risiko (die Wahrscheinlichkeit) für eine Krebserkrankung. Das tatsächliche Risiko eines Umweltfaktors ist davon abhängig, wie stark eine Person diesem Umweltfaktor in ihrer individuellen Situation ausgesetzt ist.

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten, da die Ursache für eine Krebserkrankung in den meisten Fällen nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass die Umweltbelastung in der Schweiz seit den 80er Jahren generell abgenommen bzw. (ins Ausland) verlagert hat. Ein gutes Beispiel hierfür ist die viel bessere Luftqualität als noch vor 20 Jahren. Trotzdem erkranken auch heute noch Menschen an den Folgend der Luftverschmutzung. Es besteht somit noch immer Handlungsbedarf. Mit dem zunehmenden Wissen steigt zudem das Bewusstsein für tatsächliche oder potentielle Gefahren durch Umwelteinflüssen auf unsere Gesundheit.

In unserem Alltag sind wir vielen gesundheitsförderlichen, aber auch gesundheitsschädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Solche Einflüsse sind im Alltag meist kaum wahrnehmbar, wirken aber über einen langen Zeitraum. Dies macht den Nachweis von positiven oder negativen Gesundheitseffekten sehr schwierig und aufwändig. Hinzu kommt, dass der Mensch im Normalfall nicht nur einem Umwelteinfluss ausgesetzt ist, sondern verschiedensten Umwelteinflüssen gleichzeitig. Diese Einflüsse können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen. Dadurch verkompliziert sich der Nachweis von möglichen Effekten zusätzlich.

Im Fall von Krebs werden tatsächliche oder mögliche Effekte durch Umwelteinflüsse zudem oftmals durch Effekte des persönlichen Lebensstils (z.B. Ernährungsweise, Tabakkonsum) oder durch unvermeidbare persönliche Risiken (insbesondere das Alter) überlagert. Bei den meisten Krebserkrankungen ist deshalb ein eindeutiger Nachweis der eigentlichen Ursache nicht möglich.

Im Zusammenhang mit Umwelteinflüssen und Krebs wird oft von Gefahren bzw. Gefährdungspotentialen und Risiken gesprochen. Dabei werden die Begriffe Gefahr und Risiko fälschlicherweise auch immer wieder als Synonyme benutzt. Ihre Bedeutung ist aber unterschiedlich:

  • Gefahr: Etwas mit dem Potential, einen Schaden zu verursachen. Beispiel: Herabfallende Äste sind eine Gefahr, wenn man während eines Orkans im Wald spazieren geht.
  • Risiko: Wahrscheinlichkeit, dass es beim Kontakt mit einer Gefahr zu einem Schaden kommt. Beispiel: Das Verletzungsrisiko durch herabfallende Äste ist gross, wenn man während eines Orkans im Wald spazieren geht. Obwohl herabfallende Äste eine Gefahr darstellen, ist das Verletzungsrisiko aber gering, wenn man sich nicht im Wald aufhält.

Umwelteinflüsse (z.B. Schadstoffe) können somit gefährlich sein, müssen im Alltag aber nicht unbedingt ein Gesundheitsrisiko darstellen, weil beispielsweise kein Kontakt damit besteht oder entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen wurden.

Die Krebsliga ist grundsätzlich der Meinung, dass das Auftreten und die Freisetzung potenziell krebserregender Stoffe in der Umwelt im Sinne des Vorsorgeprinzips, wenn immer möglich, minimiert werden sollten. Wird ein Stoff verboten, muss aber auch sichergestellt sein, dass die alternativen Produkte weniger gefährlich sind.