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Prostatakrebs

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz etwa 6100 Männer an Prostatakrebs. Damit ist Prostatakrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern.

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Längsschnitt durch das männliche Becken und Ausschnittvergrösserung der Prostata.

Die Prostata gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umgibt den obersten Abschnitt der Harnröhre. 

Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit. Sie bildet auch das prostataspezifische Antigen (PSA). Das PSA verflüssigt den Samenerguss.

Einige Faktoren können das Krankheitsrisiko erhöhen:

  • Alter: ist der wichtigste Risikofaktor bei Prostatakrebs
  • Prostatakrebs in der Familie: wenn ein männlicher Verwandter (Vater oder Bruder) erkrankt ist

Bis heute sind leider keine Möglichkeiten zur Vorbeugung von Prostatakrebs bekannt.

Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung und Bewegung – das heisst der Lebensstil – lassen sich beeinflussen. Mit einer gesunden Lebensweise und dem Vermeiden bestimmter Risiken kann daher das Erkrankungsrisiko für einige Krebsarten gesenkt werden.

Mit Untersuchungen zur Früherkennung kann Prostatakrebs frühzeitig erkannt werden. Wird Prostatakrebs in einem frühen Krankheitsstadium festgestellt, kann er oft erfolgreich behandelt werden.

Die Früherkennung ist unter Fachpersonen umstritten. Es gibt aktuell keine einheitliche Meinung darüber, ob und in welcher Form solche Untersuchungen empfohlen werden sollen.

Ob ein Mann Früherkennungsuntersuchungen durchführen möchte oder nicht, ist ein individueller Entscheid. Wichtig ist, dass dieser Entscheid nach umfassender Aufklärung über die Vor- und Nachteile einer Früherkennung von Prostatakrebs gefällt wird.

Prostatakrebs wächst in der Regel langsam. Es ist deshalb häufig, dass Prostatakrebs während Jahren in einem frühen Krankheitsstadium verbleibt und keine Beschwerden oder Symptome verursacht.

Eine gutartige Vergrösserung der Prostata, Prostataentzündungen oder Prostatakrebs können folgende Beschwerden und Symptome verursachen:

  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • häufiges Wasserlassen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Blut im Urin
  • blutiger oder schmerzhafter Samenerguss

Diese Beschwerden sollten Sie bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abklären lassen.

Beim Verdacht auf Prostatakrebs werden unterschiedliche Untersuchungen gemacht. Im Einzelfall werden nicht alle hier beschriebenen Untersuchungen durchgeführt: 

  • körperliche Untersuchung: Abtasten der Prostata
  • Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Gewebeentnahme der Prostata (Prostatabiopsie)
  • Computertomografie (CT)
  • Positronen-Emissionscomputertomografie (PET-CT)

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs sind:

  • Aktives Überwachen (Active Surveillance): Die Krebserkrankung wird beobachtet und regelmässig kontrolliert. Eine aktive Behandlung wird erst durchgeführt, wenn das Wachstum des Tumors fortschreitet oder beim Wunsch nach einer Behandlung.
  • Abwartendes Beobachten (Watchful Waiting): Im Vordergrund steht dabei die Erhaltung der Lebensqualität, nicht die Behandlung des Prostatakrebses. Wenn keine Beschwerden auftreten, werden keine Kontrollen wie PSA-Test gemacht.
  • Operation: Entfernung der Prostata
  • Strahlentherapien: Bestrahlung von aussen, Bestrahlung von innen (Brachytherapie), Radionuklidbehandlung, Lutetium-PSMA-Behandlung
  • Medikamentöse Therapien: Antihormonelle Therapien, Chemotherapie
  • Im Rahmen von klinischen Studien: Zielgerichtete Therapie, hoch intensiv fokussierter Ultraschall (HIFU)

Diese Behandlungen werden einzeln oder kombiniert angewandt. Werden sie kombiniert, kann das gleichzeitig oder nacheinander geschehen.

Informationsmaterial

Sie haben die Diagnose Prostatakrebs erhalten? Folgende Informationen und Hilfsmittel können Sie vielleicht unterstützen:

 

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Informationen zur Früherkennung

Inhalt aktualisiert: 21. Juli 2020