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KrebsligaÜber KrebsLeben mit & nach KrebsKREBSMAMA: Die Geschichte von Chloé

KREBSMAMA: Die Geschichte von Chloé

Ihre zwei Kinder sind ihr «grösster Antrieb», wenn es Chloé nicht gut geht. Nie hätte sie gedacht, dass Krebs sie trifft. Trotz weiterer gesundheitlicher Rückschläge wie einem Lungenkollaps oder Hernien in der Leistengegend, bezeichnet sich die Tessinerin als fröhlichen Menschen.

«Auch der Schmerz braucht seinen Platz und muss durchlebt werden.»

Name: Chloé Antognoni  

Alter: 45 Jahre 

Kinder: Elisa* (11), Mauro* (8)

Diagnose: Brustkrebs (2019)

Hobbys: Lesen (Thriller), Spazieren 

Wer bist du?

Ich bin eine Mama, eine fröhliche Person und ein selbstbestimmter Mensch. 

Was hat sich durch Krebs in deinem Leben am stärksten verändert?

Die Sicherheit ist weg. Ich habe gelernt, dass in einer Sekunde alles anders sein kann. Und ich hätte nie gedacht, dass mich diese Krankheit trifft. «Sag niemals nie», das habe ich schmerzlich erfahren.  

Und inwiefern hat diese Krankheit dein Leben als Mama verändert? 

Ich weiss nicht, wie diese Jahre verlaufen wären ohne Krebs mit all den gesundheitlichen Spätfolgen. Was ich aber weiss: Dank meiner Kinder habe ich viel Kraft und Mut entwickelt, denn sie sind mein grösster Antrieb.  

Wie hast du deinen Kindern erklärt, dass du Krebs hast? 

Ich habe es ihnen mit einem Buch erklärt, es heisst «L'anno del girasole pallido». Mein Sohn, der jünger ist, war noch zu klein, um alles zu verstehen. Meine Tochter war bei der Diagnose drei Jahre alt. Sie hat es aber auch erst später so richtig begriffen und hat mir dann immer gesagt: «Die Mama ist stark.». Die beiden haben natürlich realisiert, dass ich immer wieder ins Spital musste. Bis heute habe ich viele Termine wegen meiner Krankheit und gesundheitlichen Problemen. Das kriegen sie mit. Krebs betrifft unweigerlich auch die Familie.  

«Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe und dass sich das Ganze nicht wiederholt.»

Welche Stärke hast du an dir entdeckt, die du vorher nicht kanntest? 

Zu kämpfen und nicht aufzugeben. Wenn man hinfällt, kann man wieder aufstehen. 

Was war der härteste Moment – und wie bist du da wieder rausgekommen? 

Der Moment der Diagnose. Es fühlte sich an, als würde alles zusammenbrechen. Ich hatte grosse Angst und war wie gelähmt. Zuerst musste ich mich hinsetzen und überlegen, wie ich es meiner Familie sagen konnte, ohne selbst an der Verzweiflung zu zerbrechen. In diesem Moment musste ich einfach funktionieren und kämpfen. Der Zusammenbruch kam erst später. Er gehörte zu meinem Weg. Und ich glaube, das war richtig so. Denn auch der Schmerz braucht seinen Platz und muss durchlebt werden.

Was hat dir Kraft gegeben?

Mein Ex-Partner, die Kinder und meine Freundinnen und Freunde gaben mir viel Kraft. Allein ihre Nähe, die Umarmungen und die vielen Anrufe liessen mich spüren, dass ich nicht allein bin. Auch meine Ärztinnen und Ärzte haben mir viel geholfen, ich bin ihnen sehr dankbar dafür. Vielen Dank an Frau Dr. Ratti, Herrn Prof. Schmauss, Herrn Dr. Meani und Herrn Prof. Harder. 

Wie hat dich die Krebsliga unterstützt? 

Die Krebsliga hat mich sehr viel und in jeder Hinsicht unterstützt. Nicht nur administrativ, sondern auch emotional. Meine Sozialberaterin hat sich immer bei mir gemeldet und sie stand ständig in Kontakt mit meiner Psychologin. Wenn ich nicht wusste, wie ich vorgehen soll oder was zu tun ist, war sie für mich da. Und das ist bis heute so. Micaela gebührt ein riesiges Dankeschön.

Was ist dein grösster Wunsch für die Zukunft? 

Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe und dass sich das Ganze nicht wiederholt. 

*Namen geändert

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