Wer bist du?
Ich bin eine Mama, eine fröhliche Person und ein selbstbestimmter Mensch.
Was hat sich durch Krebs in deinem Leben am stärksten verändert?
Die Sicherheit ist weg. Ich habe gelernt, dass in einer Sekunde alles anders sein kann. Und ich hätte nie gedacht, dass mich diese Krankheit trifft. «Sag niemals nie», das habe ich schmerzlich erfahren.
Und inwiefern hat diese Krankheit dein Leben als Mama verändert?
Ich weiss nicht, wie diese Jahre verlaufen wären ohne Krebs mit all den gesundheitlichen Spätfolgen. Was ich aber weiss: Dank meiner Kinder habe ich viel Kraft und Mut entwickelt, denn sie sind mein grösster Antrieb.
Wie hast du deinen Kindern erklärt, dass du Krebs hast?
Ich habe es ihnen mit einem Buch erklärt, es heisst «L'anno del girasole pallido». Mein Sohn, der jünger ist, war noch zu klein, um alles zu verstehen. Meine Tochter war bei der Diagnose drei Jahre alt. Sie hat es aber auch erst später so richtig begriffen und hat mir dann immer gesagt: «Die Mama ist stark.». Die beiden haben natürlich realisiert, dass ich immer wieder ins Spital musste. Bis heute habe ich viele Termine wegen meiner Krankheit und gesundheitlichen Problemen. Das kriegen sie mit. Krebs betrifft unweigerlich auch die Familie.