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Knochensarkome (Knochenkrebs)

Jährlich erkranken in der Schweiz rund 100 Menschen an einem Knochensarkom. Deshalb gehört das Knochensarkom zu den seltenen Krebserkrankungen. Etwa ein Viertel aller Betroffenen ist zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 30 Jahre. Bei Kindern und Jugendlichen gehören Knochensarkome zu den häufigsten Krebsdiagnosen.

Längsschnitt durch einen Röhrenknochen

Unser Körper besteht aus mehr als 200 Knochen. Die Knochen bilden das Skelett. Das Skelett schützt die inneren Organe, wie beispielweise das Herz und die Leber. Zusammen mit Muskeln, Bändern und Gelenken stützen die Knochen den gesamten Körper und ermöglichen, dass wir uns bewegen können. Wichtige Aufgaben der Knochen sind die Blutbildung und sie speichern Mineralstoffen (z.B. Kalzium).

Krebsarten, welche aus Knochenzellen entstehen, nennt man auch primäre Knochentumoren. Es gibt verschiedene Arten von Knochensarkomen. Zu den drei häufigsten Knochensarkomen gehören in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

  • Chondrosarkom
  • Osteosarkom
  • Ewing-Sarkom

Warum jemand ein Knochensarkom bekommt, kann nicht eindeutig geklärt werden. Vermutet wird, dass Knochensarkome öfter auftreten, wenn sich der Knochen noch im Wachstum befindet. Einige Einflüsse können das Risiko erhöhen, an einem Knochensarkom zu erkranken: 

  • hohe Strahlenbelastung (frühere Strahlentherapie oder hohe Belastung durch Röntgenstrahlen)
  • bestimmte gutartige Knochentumoren, die bösartig entarten können (Enchondrom)
  • genetische Vorerkrankungen (z.B. Li-Fraumeni-Syndrom)
  • bestimmte Knochenerkrankungen (z.B. Morbus Paget)

Ein Knochensarkom kann grundsätzlich an jedem Knochen des Skeletts auftreten. Häufig sind die langen Knochen der Beine oder der Oberarme betroffen.

Welche Symptome auftreten, ist abhängig davon, wie gross das Knochensarkom ist und wo genau es sich befindet. Manchmal wird ein Knochensarkom beispielsweise erst bei einem Bruch (Fraktur) des Knochens festgestellt. Folgende Symptome können auf ein Knochensarkom hinweisen: 

  • Schmerzen im betroffenen Knochen 
  • Druckempfindliche Knochen
  • Schwellung
  • eingeschränkte Beweglichkeit benachbarter Gelenke
  • spontaner Bruch, da der Knochen bei einem Knochensarkom brüchiger wird
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • seltener sind Fieber, Gewichtsverlust und Müdigkeit

Besteht der Verdacht auf ein Knochensarkom, wird das betroffene Körperteil zunächst geröntgt. Im Röntgenbild sieht der Arzt, wie gross das Knochensarkom ist und, ob die Knochenstruktur bereits brüchig ist. 
Meistens muss zusätzlich eine Computertomografie (CT) und eine Magnetresonanztomografie (MRT) gemacht werden. Diese Untersuchungen sind nicht schmerzhaft. Sie müssen während der Untersuchung eine längere Zeit ruhig liegen.

Ihr behandelnder Arzt will wissen:

  • Wie gross ist das Knochensarkom? 
  • Wie weit hat es sich ins umliegende Gewebe ausgebreitet? 
  • Sind die Lymphknoten betroffen?
  • Haben sich bereits Ableger (Metastasen) gebildet?
  • Wie aggressiv sind die Krebszellen?

Krebszellen besitzen andere Eigenschaften als gesunde Zellen. Um feststellen zu können, wie stark die Krebszellen von den gesunden Zellen abweichen (Aggressivität), muss oftmals eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) gemacht werden. Diese Untersuchung ist ungefähr so schmerzhaft wie eine Blutentnahme. Die Radiologin oder der Radiologe führt die Biopsie unter örtlicher Betäubung und CT-gesteuert durch. Die Biopsie sollte immer von einer erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt gemacht werden. 
Lassen Sie sich alle weiteren notwendigen Untersuchungen von Ihrem Arzt erklären. 

Die Behandlung von Knochensarkomen ist komplex. Deshalb ist es wichtig, dass von Beginn an Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten. An dem sogenannten Sarkomboard besprechen die medizinischen Spezialisten Ihre Behandlung. Den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst es, wenn ein Knochensarkom möglichst in einem der Sarkomkompetenzzentren (Bern, Basel, Zürich, Lausanne) behandelt wird.

Jede Behandlung ist individuell und hängt auch von der Art des Knochensarkoms ab. 
Chondrosarkom:

  • Wird meist zuerst operiert;
  • im Anschluss wird manchmal bestrahlt, wenn die Chirurgin oder der Chirurg das Knochensarkom nicht vollständig entfernen konnte.

Osteosarkom: 

  • Meistens werden Chemotherapie und Operation kombiniert.

Ewing-Sarkom:

  • Zuerst erhalten Betroffene eine Chemotherapie.
  • Dann entfernt der Chirurg das Knochensarkom.
  • Je nachdem, wie erfolgreich das Ewing-Sarkom entfernt werden konnte, erhalten Betroffene nach der Operation erneut eine Chemotherapie, eine Hochdosis-Chemotherapie und/oder werden bestrahlt

Viel häufiger als Knochensarkome sind Ableger in den Knochen (Knochenmetastasen). Tumoren der Lunge, der Brust, der Prostata, der Niere oder der Schilddrüse können im Knochen Metastasen bilden. Die Tumorzellen gelangen vom Ausgangstumor über die Blutbahn oder das Lymphsystem in den Knochen. Die Behandlung von Knochenmetastasen ist abhängig vom Ausgangstumor (Primärtumor).
Metastasen eines Lungentumors werden anders behandelt als Metastasen eines Nierentumors.

Informationsmaterial
Wurde bei Ihnen ein Knochensarkom festgestellt? Folgende Informationen können Ihnen bei der Entscheidung helfen:

Im Shop der Krebsliga Sie kostenlos zahlreiche Broschüren und Informationsblätter beziehen.

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Inhalt aktualisiert: 10. März 2022

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